Ja, immer noch. Während unsere Nachbarn nach nur zwei Tagen komplett eingerichtet waren und alles eingeräumt hatten, sitzen wir immer noch zwischen Kartons.

Das liegt vor allem daran, dass wir (wieder) eine Küche vom Schweden bekommen. Und die will erst einmal aufgebaut werden. Und weil der beste Ehemann und Papa von allen und ich arbeiten gehen müssen (der Umzugsurlaub ist aufgebraucht) macht das der Opa fast ganz allein. Wenn ich im vier Uhr nach Hause komme, helfe ich, so gut ich kann. Packe Kisten aus, räume auf, aus und wieder ein, beschäftige die Kinder, giesse die grüne Rollrasenwüste, suche Katzen, die ihren Freigang entdeckt haben und lerne die Nachbarn kennen.

Und ganz langsam leert sich ein Karton nach dem andren, Haben die Kinder ein eigenes Reich und wir alle ein Bad mit einem Doppelwaschbecken und einer großen Dusche, nimmt die Küche und das Vorzimmer Gestalt an.

Gestern hatte ich sogar ein bisschen Zeit für mich: vier Kilometer bin ich gelaufen. Nicht viel, aber mehr hätte ich nach der Schlepperei und Räumerei auch nicht geschafft.