Jedes Jahr bietet unsere Schule (und viele andere Wiener Schulen) den Kindern die Möglichkeit, ins Theater der Jugend zu gehen. Vier ausgewählte Stücke werden angeboten, wer möchte, meldet sich an und bekommt rechtzeitig die Karten; für die erwachsene Begleitperson gibt es vergünstigte Karten. Und dieses Jahr hat sich auch die große Prinzessin für’s Theater interessiert.

Das erste Stück war „Ronja Räubertochter“. Eines meiner liebsten Bücher in meiner Kindheit. Und auch der Prinzessin hat die Geschichte gefallen (es gibt übrigens eine wirklich tolle Zeichentrickserie aus Japan auf Netf**x, die sehr nah an Buch geblieben ist).

Am Mittwoch war es dann soweit: der Opa ist gekommen, um auf den kleinen Prinzen aufpassen, ich bin früher aus der Arbeit gegangen und nach einem schnellen Essen sind wir mit der besten Freundin der Prinzessin losgefahren. Mit der Straßenbahn zur U-Bahn. Mit der U-Bahn zur Neubaugasse und von dort die paar hundert Meter zum Theater zu Fuß.

Zumindest in der Theorie. In der Praxis war richtig schlechtes Wetter.Sturm und Regen. Und die Straßenbahn ist plötzlich stehen geblieben. Kein Strom. Die letzten eineinhalb Stationen mußten wir also zu Fuß gehen. Beide Mädchen waren aber so brav, dass wir es locker rechtzeitig ins Theater geschafft haben!

Das Theater war ein Erlebnis für die beiden: der Einlass, wo die Karten abgerissen wurden. Die Garderobe, wo wir unsere Mäntel abgegeben haben. Die Suche nach unseren Sitzplätzen. Die vielen anderen Schüler, die mit ihren Klassen gekommen sind. Der steigende Lärmpegel. Die steigende Aufregung. Und endlich: die Glocke, die den Beginn ankündigt. Die Lichter, die allmählich gedimmt werden. Und dann geht es los. Der erste Schauspieler tritt auf die Bühne und beide Mädchen sind wie gebannt.

Nach einer Stunde die Pause. Wir essen eine Kleinigkeit und dann geht es auch schon weiter. Eine weitere Stunde später donnernder Applaus für die Schauspieler. Das Stück hat nicht nur uns gut gefallen.

In der U-Bahn-Station holen wir uns eine Kleinigkeit zu essen, beide Mädchen sind hungrig. Die Heimfahrt verläuft entsprechend ruhig, mit vollem Mund redet es sich schlecht…

Der Theaterbesuch war also ein voller Erfolg und wir freuen uns schon auf den nächsten!