Das hört sich so einfach an! Wenn das Kind/ die Kinder groß genug sind, geht es/ gehen sie in den Kindergarten oder in die Schule und Mama kann wieder arbeiten gehen.

Ist es aber nicht! Wieder arbeiten zu gehen bedeutet nicht nur, in der Früh wieder aufstehen zu müssen und Kind/ Kinder in der Betreuungseinrichtung abzugeben. Es bedeutet vielmehr den täglichen Kampf gegen das schlechte Gewissen. Ich lasse meine beiden kleinen (und nicht mehr habt so kleinen) Kinder jeden Tag für mindestens acht Stunden in Fremdbetreuung. Das macht ihnen mal mehr und man weniger Spaß. In der Früh beim Aufstehen macht es ihnen gar keinen Spaß. Meist weint eines der beiden Kinder (oft ist es die große Prinzessin), manchmal auch beide. Meistens nach der Mama.

Ich sag nicht umsonst „bester Ehemann und Papa von allen“ – er kümmert sich selbstverständlich und liebevoll um seine/ unsere Kinder. Er bringt sie (nicht nur, aber eben auch) jeden Tag in die Schule und den Kindergarten, putzt Zähne, hilft beim Anziehen, denkt an das Turnsackerl und die Hausschuhe, trägt zu schwere Schulsachen und zu müde Prinzen.

Trotzdem weinen die Kinder nach mir. Trotzdem ist es schwer für sie, dass auch ich arbeiten gehe. Gehen muss, damit sich die Haushaltskasse ausgeht. Gehen möchte, weil ich meinen Job und meine Kollegen mag, weil ich gerne arbeiten gehe.

Wird das irgendwann leichter?