Über Nacht ist es kalt geworden. So kalt, dass ich in der Nacht aufgewacht bin, um mir Socken anzuziehen. So kalt, dass der kleine Prinz zu mir unter die Decke kriecht. Der Tag beginnt dann auch regnerisch und grau, richtig britisch zum ersten Mal heuer. Trotzdem wollen die Kinder an den Sandstrand. Und weil es der letzte Tag in England sein wird, geben wir nach.

Aber zuerst müssen wir den Wohnwagen reisefertig machen: das Vorzelt abbauen, alles, was herumliegt, an einem sicheren Platz verstauen und die Wäsche von neun Tagen waschen.

Als wir dann gegen Mittag an Strand ankommen verbringen der kleine Prinz und ich die meiste Zeit im Schutz der Dünen, der Wind bläst nämlich ziemlich stark. Die große Prinzessin aber baut mit dem besten Ehemann und Papa von allen auf der von der Ebbe freigelegen Sandbank eine Sandburg.

Nach nur zwei Stunden vertreibt und der Regen, wir schaffen es ganz knapp trocken ins Auto. Nach wenigen Minuten ist der Platzregen aber auch schon vorbei. Jetzt können wir die Kinder dazu überreden, zu den Klippen zu gehen, die wir in der Ferne von Strand aus immer sehen konnten. Vom „middle beach“ aus geht der Weg zuerst ein Stück der Straße entlang, dann biegt ein Fußweg nach links ab. In etwa vierzig Minuten sind wir gemütlich zu „Old Harry Rocks“ spaziert, wobei es der Prinz sicher am gemütlichsten hatte im Babytuch…

Die Klippen waren ziemlich beeindruckend und ziemlich hoch!

Den Rückweg hat der Prinz verschlafen und auch der Rest von uns ist diesmal früher schlafen gegangen.

Immerhin mussten wir am nächsten Tag von halb elf den Platz räumen und dann nach Dover zur Fähre fahren. Zum Glück hatten wir diesmal kaum Stau auf dem Weg, sodass wir pünktlich dort waren. Nur um herauszufinden, dass die nette Dame am Telefon, bei der ich unsere Überfahrt gebucht hatte, die falsche Richtung gebucht hat. Gottseidank war der Herr beim Check-in sehr freundlich und hat uns doch noch auf der nächsten Fähre untergebracht.

Von Calais aus hatten wir dann noch einen ganz schön weiten Weg. Weil die Anhängerkupplung immer noch nicht richtig angeschlossen ist und wir daher neben Strom und kein Wasser im Wohnwagen haben, mussten wir auf einen Campingplatz fahren. In der Nähe vom belgischen Lille haben wir noch einen Platz bekommen. Allerdings waren wir so spät dran, dass die Rezeption schon geschlossen war. Wir haben also auf den großzügigen Parkplatz davor übernachtet und haben erst heute in der Früh eingecheckt. Den Tag verbringen wir im nahe gelegenen De Lilse Bergen, einem riesigen Spielplatz an einem See. Die Kinder haben riesigen Spaß, bis uns auch hier der Regen vertreibt.

Wir beschließen, doch noch heute weiter zu fahren und machen uns auf den Weg nach Wertheim zur Hymer-World.

To be continued…