An unseren ersten gemeinsamen Tag fahren wir nach Bournemouth ins Oceanarium. Das verspricht uns, etwas über den Lebensraum „Meer“ zu erfahren, durch einen Tunnel könnten wir die Meeresbewohner noch näher beobachten. So wie die Theorie. In Wirklichkeit ist das Oceanarium ziemlich alt. Die Aquarien sind schlecht/ nicht ansprechend eingerichtet und insgesamt wirkt die ganze Anlage ungepflegt. Wer jemals im Haus des Meeres in Wien war, sollte tunlichst die Finger vom Oceanarium in Bournemouth lassen…

Nach etwa eineinhalb Stunden waren wir fertig, unsere Freunde wollten noch die Fütterung der Pinguine sehen. Eine Weile haben wir noch auf sie gewartet und dem regen Treiben an Strand und der Promenade zugeschaut.

Aber irgendwann wird es den Kindern langweilig. Also sind wir mit der Kettenfähre nach Studland übersetzt und anschließend durch die beide und das Moor auf den wunderschönen Sandstrand spaziert.

Nach einer Weile sind auch unsere Freunde nachgekommen. Die Kinder haben mit R. eine Sandburg gebaut, der beste Ehemann und Papa von allen ist den Strand entlang gelaufen und ich hab mich gut mit V. unterhalten. Kurz vor Sonnenuntergang haben unsere Freunde uns dann verlassen, W. war völlig durchnässt und hat gefroren. Unsre Zwerge hatten aber so viel Spaß, dass sie gar nicht wieder gehen wollten. Erst als die Sonne längst untergegangen war, haben wir uns auf den Weg zum Auto gemacht…..

Auf den nächsten Tag wollen wir mit unseren Freunden verbringen. Aber irgendwie hat nichts geklappt: wir waren relativ früh wach, sie haben lange geschlafen. Dann mussten wir noch einkaufen fahren. Und dann wollten die Kinder unbedingt wieder an den Strand, unsere Freunde aber nicht…
Also haben wir den Tag am Strand verbracht, wilde Brombeeren genascht, eine riesige Sandburg gebaut und uns erst am Abend wieder getroffen.

Tags darauf sind wir nach Longleat gefahren. Das ist ein riesiges Anwesen im Norden von Dorset, wo es neben einem absolut fantastischen Garten mehrere Gehege mit exotischen Tieren gibt, durch die man eine Autosafari machen kann. Neben Zebras, Giraffen, Löwen oder Tigern kann man auch durch ein Affengehege fahren, vor dem ausdrücklich davor gewarnt wird, dass diese süßen Tiere durchaus in der Lage sind, ein Auto zu zerlegen. Habt ernst haben wir das nicht genommen, aber das Auto hinter uns hat tatsächlich die Antenne und eine Dichtung am Dach eingebüßt….

Abschießend sind wir in den Irrgarten gegangen. Und haben uns ordentlich verirrt. Fast eine Stunde lang haben wir den Weg in die Mitte gesucht und doch nur den Ausgang gefunden.

Aber schlussendlich haben wirs geschafft! Der Blick von der Aussichtsplattform war toll. So ein großes Labyrinth!

Als wir unsere Freunde wieder gefunden haben (W. hatte keine Freude im Irrgarten), sind wir noch ins Schmettetlingshaus gegangen. Das ist recht nett, aber das Highlight war die Vogelspinne, die wir halten durften!

Und dann sind wir noch mit dem Boot über den See zum Seehund-Füttern gefahren und haben neben den Seehunden auch zwei Hippos und einen Gorilla gesehen.

Zum Schluss sind wir dann noch ein bisschen durch den herrlichen Garten spaziert…

Am gestrigen Tag war das Wetters tatsächlich zum ersten Mal seit unserer Ankunft nicht so schön: grauer Himmel, kühler Wind. Also durfte der beste Ehemann und Papa von allen endlich ins Panzermuseum. Das wollte er schon letztes Jahr…

Alle vier Männer (die kleinen und die großen) hatten ihren Spaß, sogar der großen Prinzessin hat es ganz gut gefallen, so riesige Fahrzeuge einmal ganz aus der Nähe zu sehen und ein kleines Modell davon anzumalen.

V. und ich waren in der Zwischenzeit in einer Werkstatt, weil eines der Räder ein seltsames Geräusch gemacht hat (die Mechaniker haben in mühevoller Kleinarbeit einen vorwitzigen Stein entfernt, der irgendwo zwischen Bremse und einen Metallteil eingesperrt war…). Thank you for your company, I really appreciate that!

Am Abend haben wir ein kleines (Abschieds-)Fest gefeiert: schon am nächsten Tag würden unsere Freunde wieder nach Hause fahren…

Heute morgen war es dann tatsächlich so weit. Der beste Ehemann und Papa von allen hat mitgeholfen, den Wohnwagen einen pitch weiter zu parken. V’s Papa bleibt nämlich noch ein paar Tage hier. Nach dem Verabschieden (das diesmal nicht nur mir wieder einmal nicht leicht gefallen ist) haben wir einen Ausflug nach Lulworth Castle gemacht. Das kleine Schlösschen ist vor fast hundert Jahren komplett ausgebrannt und erst vor kurzem wieder renoviert und zugänglich gemacht worden.

Ein hübsch gemachter Rundweg führt durch die gesamte Anlage. Um das auch für Kinder interessant zu machen gibt es eine kleine Aufgabe: finde die zehn Fledermäuse, die sich versteckt haben!

Zwischendurch haben wir uns eine Pause im Tea Room gegönnt.

Abschließend sind wir noch durch den Park zum Spielplatz spaziert.

Bevor wir aber „nach Hause“ gefahren sind, wollten die Kinder noch an den Strand. Also sind wir in West Lulworth stehen geblieben und sind dort in unsere „Nachbar-Bucht“ gegangen.

Und von dort über einen der zahlreichen Hügel zum Fossil Forrest, einem Küstenabschnitt, an dem mehrere riesige versteinerte Baumstämme zu sehen sind.

Morgen ist dann auch für uns der letzte Tag in England.

To be continued…