In der Früh erkunden die Zwerge nach dem Frühstück den Campingplatz. Es gibt gleich gegenüber einen hübschen Spielplatz, dahinter fließt träge die Mosel.

Nachdem der Wohnwagen wieder bewohnbar ist, fahren wir (mit dem Auto) nach Nancy, auf den Cimetière du Sud. Der beste Ehemann und Papa von allen möchte sehen, ob wir das Grab seines Grossonkels finden. Aber auf diesem Friedhof liegen nur französische Soldaten. Wir fahren also nach Andilly zum deutschen Soldatenfriedhof. Dort gibt es zwar genaue Aufzeichnungen, wer in welchen Grab liegt, aber den Grossonkel finden wir trotzdem nicht. Außerdem wird es höchste Zeit, den Wohnwagen zu holen und weiter nach Paris zu fahren.

Die Strecke ist zwar nicht so lang wie die letzten, die vier Stunden ziehen sich aber doch. Die letzte Stunde Fahrt übernehme ich. Leider. Unser Navi schickt uns in eine enge Gasse, gerade breit genug für unser Gespann. Eine Weile geht alles gut, aber dann bleiben wir in einer Kurve doch stecken. Ein wenig kann ich zwar mit Zurückschieben und Rangieren treten, aber an Ende muss der beste Ehemann und Papa von allen doch aussteigen und den Anhänger per Hand in richtige Position schieben.

Wir versuchen eine alternative Route, aber diesmal sollen wir in eine viel zu niedrige Einfahrt. Schließlich findet der beste Ehemann und Papa von allen einen Weg, der uns zwar durch recht enge Straßen, aber schlussendlich zum Ziel führt.

An der Rezeption, die die ganze Nacht besetzt ist, bekommen wir einen Schlüssel für den Platz und einen Plan der Anlage.

Der Platz ist riesig, es gibt mehrere Sanitäranlagen, sogar ein „Spa Bath“. Allerdings ist der Platz sehr gedrängt, statt Hecken zwischen den einzelnen Stellplätzen gibt es nur einen niedrigen Holzzaun. Für den Preis ist das aber auch ok. Sollte also eine/r von euch jemals am Campingplatz Paris Est stehen wollen, unbedingt über die Avenue des Alliès anfahren 😉

Die letzten zwei Tage haben wir also in Paris verbracht. Gestern waren wir total mutig: wir sind mit den Bus, dem Zug und der métro ganz allein in die Stadt gefahren. Das dauert ungefähr eine Stunde und bedeutet vor allem eines: viele, viele, viele Stufen steigen. Zum Bahnsteig hinunter, durch den Entwerter, auf der anderen Seite wieder zum Zug hinauf. Zur Metro hinunter, durch den Entwerter, endlose Gänge entlang, noch weiter hinunter. Alles mit dem Kinderwagerl. Dann: eine Wand aus Glas. Der Zug fährt ein, kein Fahrer!

Die métro ist heiß und laut, es gibt keine Plätze für Rollstuhlfahrer (die sind auch nicht nötig, kein Rollstuhlfahrer kann all die Treppen bewältigen) oder Kinderwägen, manche Stationen sind schier endlos lang, andere kaum länger als der Zug. Wir sind froh, als wir endlich aussteigen können.

Nachdem wir alle Stiegen gemeistert haben, stehen wir auf dem Champs Élysées. Laut. Viele, viele Menschen. Viele (sehr teuere) Geschäfte.

Wir gehen bis zum Arc de Triomphe. Und weil wir schon alle Hunger haben holen wir uns auf dem Weg dorthin Pommes beim goldenen M…..

Die große Prinzessin beschließt, dass wir auf den Triumphbogen rauf müssen. Also kaufen wir die Tickets und lassen die Sicherheitskontrollen über uns ergehen. Das Wagerl müssen wir draußen laden, also müssen wir nur den kleinen Prinzen all die Stufen einer engen Wendeltreppe hinauf tragen.

Die Aussicht oben entschädigt uns die den mühsamen Aufstieg: ganz Paris liegt einem zu Füßen!

Wieder unten wollen die Kinder den Eiffelturm, den sie als Souvenir bekommen haben, „in echt“ sehen. Der Weg ist zwar ganz schön weit, aber auch das zahlt sich aus.

Nachdem wir den Turm ausgiebig beendet haben, steigen wir in eines der vielen Boote, die die Touristen die Seine rauf und runter schippern. Bis das nächste Boot losfährt haben wir noch Zeit genug, um für M. ein Geburtstagsgeschenk zu besorgen 😊

Die Fahrt ist ein bisschen langweilig, weil es an Bord keine Erklärungen zur Stadt gibt, aber wir kommen gemütlich bis Notre-Dame.

Dort treffen wir eine Freundin, die uns ein bißchen ihrer Stadt zeigt und uns anschließend in ein nettes kleines Chalets einlädt. Wir kosten Froschschenkel (zahlt sich nicht aus, die schmecken nach nix).

Anschließend steifen wir durch Paris, sehen den Louvre

Seine Arkaden und den angrenzenden Garten (der übrigens auch nachts offen hat!)

Erst spät in der Nacht fahren wir wieder zurück.

To be continued…