Ab September soll, nein wird, der kleine Prinz in den Kindergarten gehen. In den gleichen, in dem schon seine große Schwester war. Gleich bei uns gegenüber.

Das Ganze hat aber einen Haken: Weil wir die letzten drei Augustwochen auf Urlaub fahren, können wir für die Eingewöhnung im September nicht wieder frei nehmen. Zum Glück haben wir eine wirklich sehr liebe Kindergartenleitung und ein wirklich, wirklich liebe Betreuerin. Und deshalb darf der kleine Prinz schon jetzt im Sommer probeweise in den Kindergarten gehen.
Letzte Woche bin ich also jeden Tag ein bisschen früher aus der Arbeit heim gegangen und hab ihn in seine zukünftige Gruppe gebracht. Am ersten Tag war ich eine halbe Stunde gemeinsam mit ihm dort, aber als ich für fünfzehn Minuten raus gegangen bin, war das für ihn auch kein Problem. Am nächsten Tag habe ich ihn zwar in die Gruppe begleitet, bin aber bald hinausgegangen. Als er am Tag darauf alleine hineingehen sollte, hat er dann doch geweint. Seine „Tante“ hat ihn auf den Arm genommen, ihn gekuschelt und getröstet und noch bevor ich in der Garderobe war, hat er schon aufgehört. Und als ich ihn eine Stunde später abholen wollte, war die Gruppe gerade dabei, in den Garten zu gehen. Und er wollte unbedingt mit. Also hab ich mich in die Garderobe gesetzt und auf ihn gewartet.

Diese Woche darf er schon in der Früh in den Kindergarten gehen und wird von P. abgeholt. Und er geht gern in den Kindergarten. Er isst mit den anderen Kindern zu Mittag, er spielt mit ihnen und: er erzählt mir nach dem Abholen, was er alles gemacht hat. (Das tut die große Prinzessin nur in Ausnahmefällen…).
Und jeden Tag bekomme ich einen Anruf von seiner „Tante“ S., die mir erzählt, was der Prinz getrieben hat, wie es ihm gegangen ist und wie wir weiter machen könnten/ sollten.

Morgen darf der kleine Prinz bleiben, bis ich ihn um drei Uhr abholen komme. Mit Mittagessen, Mittagsschläfchen (oder kurzer Ruhezeit, wenn ihm das lieber ist).

Ich bin wirklich froh und dankbar, dass einerseits der Prinz so gerne und unkompliziert in den Kindergarten geht und es uns andererseits vom Kindergarten – also der Leiterin und S. – so leicht gemacht wird und er so liebevoll aufgenommen wird.