Heute war frei: Fronleichnam. Das heißt, der beste Ehemann und Papa von allen musste arbeiten, Prinz und Prinzessin und ich hatten frei. Genau wie meine Allerliebste Freundin und ihre Familie. Da war schnell der Entschluss gefasst, dass wir gemeinsam etwas unternehmen wollten. Und nach ein paar Überlegungen hatten wir einen Plan:

Wir würden mit dem Auto nach Winden am See fahren. Von dort mit dem Rad nach Neusiedl am See, ins Strandbad zu Abkühlen, Eisessen und Kraft tanken. Und danach mit dem Zug zurück zum Auto.

Weil der beste Ehemann und Papa von allen arbeiten musste, habe ich in der Früh alleine den Radträger montiert. Das heißt, nicht ganz allein, die große Prinzessin hat mir geholfen: Sie hat nicht nur beim Montieren geholfen, sondern auch auf ihren kleinen Bruder aufgepasst, während ich die Räder aus dem Abstellkammerl geholt habe.

Von Winden am See aus geht ein Radweg entlang der Bahntrasse am Neusiedler See entlang. Der ist um diese Jahreszeit ziemlich gut befahren. Aber unsere beiden großen Kinder haben sich großartig gemacht: im Konvoi sind wir in einem Rutsch die zehn Kilometer zum Seebad nach Neusiedl am See gefahren. Beim Ortseingang hatte dann der kleine Prinz genug: er wollte unbedingt und sofort aus seinem Sitz befreit werden. Mit einigen Überredungskünsten und mit Hilfe von ein paar Traktoren und Baggern haben wir’s dann aber doch noch geschafft.

Den Tag haben wir dann im Seebad verbracht: Eis essen, Mittagessen, noch mehr Eis essen, ein bisschen plantschen (der kleine Prinz wollte sich partout nicht überreden lassen, kurze Hosen oder gar eine Badehose anzuziehen …), noch mehr Eis essen, noch ein bisschen naschen. Dann war es auch schon Zeit, wieder alles einzupacken. Zum Glück hat der beste Ehemann und Papa von allen eine Satteltasche, die gerade noch so hinter dem Kindersitz auf meinen Packlträger passt. Dort passt das Wichtigste hinein: Wasser, eine Kleinigkeit zu Essen, ein Badetuch, Bikini für die Prinzessin, Windeln für den Prinzen, Schlüssel, Geldbörse …

Gegen halb fünf Uhr sind wir tatsächlich aufgebrochen – die Kinder waren sehr kooperativ, vermutlich war die Aussicht auf eine Zugfahrt ziemlich verlockend.
H. wollte lieber mit dem Rad zurück fahren, also sind nur meine Allerliebste Freundin, die Prinzessin mit ihrem besten Freund M. und ich selbst mit dem Prinzen zum Bahnhof nach Neusiedl am See geradelt. Dort sind wir ganz pünktlich angekommen und fünf Minuten später waren wir auch schon wieder in Winden.
Nach einer kleinen Stärkung und ein bisschen Herumblödeln sind wir wieder zurück nach Hause gefahren. Müde, aber sehr zufrieden und glücklich!