Schon seit Weihnachten schleppe ich was mit mir herum: verstopfte Nase, kratziger Hals, Ohrenschmerzen. Richtig Ruhe geben kann ich natürlich auch nicht. Und so war ich auch brav arbeiten, hab mich um die Kinder gekümmert und war Bogenschießen und am Samstag Rodeln.
Am Sonntag war’s dann soweit: Am Nachmittag Fieber, wieder stärkere Halsschmerzen und die Nase wieder zu. Es ist wohl Zeit, ein bisschen Pause zu machen.

Leichter gesagt als getan: Am Montag Früh war auch die grosse Prinzessin fiebrig. Also mit Prinzessin zum Arzt gefahren zum Krankschreiben. Die Prinzessin war mit in der Apotheke und hat mich gekuschelt und unterhalten, während ich mich ausgerastet habe. Natürlich hat auch die Prinzessin Bedürfnisse, wenn sie krank ist. Sie will gekuschelt und getröstet werden, braucht Hustensaft und Nasentropfen und wenn das Fieber und die Gliederschmerzen zu stark werden, Nureflex. Dann noch Tee oder Wasser zu Trinken, Knabbereien, etwas ordentliches zu Essen und etwas zum Fernsehen, Malen, Kritzeln, einen neuen Polster, eine andere Decke.

Und dann ist da natürlich auch noch der kleine Prinz. Zum Glück haben wir einen sehr lieben, flexiblen und engagierten Opa. Der ist am frühen Nachmittag extra aus dem Nordburgenland zu uns gekommen, hat den Prinzen von der Tagesmutter geholt und ihn den ganzen Nachmittag beschäftigt. Sogar übernachtet hat er bei uns, damit sich die Prinzessin und ich ausrasten können. Jetzt ist er grade wieder mit ihm unterwegs, während wir zwei Patienten das Sofa belegen und uns darauf konzentrieren können, wieder gesund zu werden.