Weder der beste Ehemann und Papa haben mit Pferden zu tun, und um ganz ehrlich zu sein: wir beide mögen sie nicht besonders gern. Umso mehr hat uns gewundert, als die große Prinzessin davon gesprochen hat, sie würde gerne reiten lernen.

Gemeinsam mit der Mama ihrer besten Freundin haben wir uns also irgendwann auf die Suche nach günstigen, beziehungsweise bezahlbaren, Reitstunde gemacht. Und P. hat eine tolle Reitlehrerin/ – pädagogin gefunden: Ilse von „Gipsys  wunderbare Welt„, eine Reitpädagogin. Seither gehen derer beiden Mädels alle zwei Wochen reiten.

Zugegeben, Niederhollabrunn ist nicht grade um die Ecke, aber die dreiviertel Stunde Fahrt zahlt sich aus! Beide Mädchen fühlen sich wohl. Sie lernen, dass ein Pferd zu haben viel Verantwortung bedeutet und wie viel Arbeit es macht. Aber auch, dass sie diesem riesigen Tier vertrauen können. Das macht selbstbewußt. Durch die Übungen am und mit dem Pferd (freihändig eine Runde reiten, neben dem Pferd laufen, sich auf seinem Rücken einmal im Kreis drehen, …)  wird ihr Körpergefühl und ihr Gleichgewichtssinn gestärkt.

Gerade bei der großen Prinzessin fällt mir auf, wie gut ihr die Stunden mit Gipsy tun. 

Auch mir tun die Stunden gut. Ich kann nämlich in dieser Zeit spazieren gehen. Ganz für mich allein. Ohne auf jemanden warten zu müssen, Streit zu schlichten oder allerhand Schätze aufklauben zu müssen. Oder, wenn P. die Mädchen fährt, mich ausschließlich in den kleinen Prinzen kümmern. 

Pferde sind wohl doch nicht so schlecht…