Seit über drei Monaten geht die große Prinzessin jetzt in die Schule. In die öffentliche, nur ein paar Straßen weiter. Allerdings in ein Schulprojekt: eine sogenannte Mehrstufenklasse. Das bedeutet, dass Kinder von der ersten bis zur vierten Schulklasse gemeinsam unterrichtet werden. In einer Klasse, von zwei Lehrerinnen. Und weil sie gleichzeitig eine Integrationsklasse sind gibt es auch noch eine dritte Lehrerin.

Besonders gut gefällt uns, dass die Kinder nicht nur zur Selbständigkeit erzogen werden, sondern vor allem dazu angehalten werden, einander zu helfen und zu unterstüzten.

Und auch der Prinzessin gefällt die Schule so gut eine Schule eben gefallen kann. Lediglich die Hausübungen machen ihr keinen besonderen Spaß (zum Glück gibt es am Mittwoch und Freitag keine Hausübungen, so können wir das Wochenende ungestört genießen). Gleich zu Beginn des Schuljahres habe ich eine Abmachung mit ihr getroffen : sie hat nach der Schule die Gelegenheit, bei der Tagesmutter, die auch den kleinen Prinzen betreut und sie von der Schule holt, diese lästige Pflicht erledigen. Oder sie spielt lieber, dann kann sie sie später mit mir oder dem besten Ehemann und Papa von allen machen. Allerdings würde ich sie nicht dazu zwingen, sondern sie – nach einigen erfolglosen Aufforderungen –  eher ohne Hausübungen in die Schule gehen lassen. Und tatsächlich macht sie ihre Arbeit meistens gleich nach dem Mittagessen bei P. Manchmal möchte sie lieber spielen, weil das Wetter so schön ist oder die Schule so anstrengend war, dass sie einfach ein bisschen Pause braucht. Es war aber noch nie ein Thema, das sie anschließend ihre Arbeit erledigt.

Überhaupt macht es ihr Spaß, dass sie jetzt lesen kann, was um sie herum geschrieben steht. Und aufschreiben, was ihr wichtig ist. Und seit ihr der Opa ein Tagebuch geschenkt hat schreibt sie jeden Abend ein paar Sätze hinein. Noch braucht sie dabei meine Hilfe, aber man merkt jetzt schon, wie sie jedes Mal sicherer wird.

Ich hoffe sehr, dass ihr die Freude am lernen erhalten bleibt.