So denkt zumindest der kleine Prinz. Wenigstens am Wochenende.
Unter der Woche ist es nämlich überhaupt kein Problem, wenn ihn die Tagesmutter zum Schlafen mittags niederlegt. Ganz im Gegenteil: sie muss ihn nach seiner Stunde sogar aufwecken. Das haben wir so vereinbart, weil der kleine Kerl sonst erst gegen zehn Uhr am Abend wieder müde wird. Der nächste Tag startet aber schon um sieben. Viel zu wenig Zeit zum Schlafen, findet der Prinz und würde dann am liebsten bis acht schlafen, wenn ich aber schon längst auf dem Weg zur Arbeit sein soll. (Ganz ehrlich: ich bin froh, dass das bei P. so gut klappt, dann kann ich in der Arbeit nämlich beruhigt arbeiten!)

Wenn er zuhause ist, oder mit Oma und Opa unterwegs, schaut die Sache mit dem Schlaf aber ganz anders aus.
Ich kann ihn tatsächlich noch zum Mittagsschlaf überreden, wenn wir zuhause sind. Dann wandert er in’s Kuscheltuch und ich sauge so lange, bis er eingeschlafen ist, unsere Wohnung. Oft auch mehrmals … danach ist sauber und er schläft … eine klassische win-win-Situation ;D
Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, schläft er nur sehr selten ein. Da muss er schon wirklich sehr müde sein.
Und bei Opa schläft er nur, wenn er wirklich, wirklich, wirklich müde ist. Oder er lässt den Mittagsschlaf aus und schläft beim Nach-Hause-fahren um halb sechs am Abend ein …

Ab und zu probieren wir, ob er den Tag ohne sein Mittagsschläfchen übersteht – und ob wir den Tag ohne sein Mittagsschläfchen überstehen.
Heute ist so ein Tag. Und nein, weder er noch wir schaffen einen ganzen Tag, ohne sein Mittagsschläfchen. Er ist einfach beim Zug spielen mit der Lok in der Hand eingeschlafen.
Zwanzig Minuten, vielleicht eine halbe Stunde werde ich ihn schlafen lassen, bevor ich ihn wecke und mit beiden Zwergen in den stürmischen Nachmittag hinausgehe. Damit sich der kleine Prinz ordentlich bewegt, viel frische Luft bekommt und hoffentlich heute Abend müde genug ist, um zu einer vernünftigen Zeit schlafen zu gehen. Immerhin ist morgen wieder Montag.