Tag 4

Wir sind endlich da! An diesem Morgen sind die Kinder schon relativ früh wach: wir sind am Meer, genauer gesagt in West Lulworth, direkt an der Küste. Das Wetter könnte nicht schöner sein: strahlend blauer Himmel, fünfundzwanzig Grad (Celsius, nicht Fahrenheit, versteht sich 😉).

Also machen wir uns nach dem Frühstück auf zu „unserem“ Strand. Aber nicht nur wir hatten diese tolle Idee, auch hunderte andere Menschen wollen diesen bestimmten Strand sehen – und nicht ohne Grund: vor unserer „Haustüre“ liegt „Durdle Door„, eine Felsformation, in die die Brandung nach Millionen von Jahren ein Loch gegraben hat, eine Türe eben.

Durdle Door.jpg

Um dem allergrößten Ansturm zu entgehen gehen wir nicht direkt zum Tor sondern auf den „benachbarten“ Strand. Und erfahren unsere erste, große Enttäuschung: die große Prinzessin hatte einen Sandstrand erwartet und war stinksauer, dass dieser Strand aus etwa faustgroßen Steine besteht. Ich dagegen war begeistert: lauter Feuersteine!

Um die Prinzessin zu versöhnen hat der beste Ehemann und Papa von allen sie eingepackt und mit ihr eine Erkundungstour gestartet. Um die Felsen herum, zwischen zwei Hügeln wieder Richtung Stellplatz zurück. Während dessen habe ich den kleinen Prinzen zu einem Mittagsschläfchen genötigt. Blöderweise hatte ich zu wenig Milchpulver mit – in letzter Zeit hat er so wenig Flascherl getrunken … Nach ein paar Schluchzern hat er sich aber mit Wasser aus der Flasche der großen Prinzessin zufrieden gegeben und ist eingeschlafen. Danach hat er nie wieder nach einem Flascherl gefragt!

Und bin anschließend mit ihm im Babytuch auch Richtung Wohnwagen gestartet.

Viel mehr Programm wollten wir uns am ersten Tag auch nicht zumuten – nur die Wäsche hab ich noch gewaschen und zum Trocknen aufgehängt. Währenddessen hat der beste Ehemann und Papa von allen gekocht. Richtig gut!

Tag 5

Am nächsten Morgen war die Wäsche immer noch nass, vermutlich noch nässer als am Abend davor. Wir hatten nämlich original englisches Wetter: neblig, aber nicht besonders kalt.

Die Zwerge sind natürlich trotzdem mit dem besten Ehemann und Papa von allen zum Strand gegangen.

Und nachdem ich in Ruhe den Abwasch erledigt – und die Wäsche im Wohnwagen verteilt – hatte, bin ich auch zum Strand gegangen, wo diesmal seltsamerweise kaum Menschen waren. Diesmal konnten wir uns das Tor in Ruhe und aus der Nähe anschauen. IMG_7143.jpgZurück gegangen sind wir diesmal über eine schmale Rinne, die der Regen in die Felsen gegraben hat. Ein kleines Abenteuer – genau das, was der großen Prinzessin Spaß macht (den kleine Prinzen hatte ich wieder im Babytuch – diesmal am Rücken – und auch er hatte Spaß). Über eine Weide sind wir wieder zum Campingplatz zurück gekommen.

Am Nachmittag haben wir uns mit unseren Freunden getroffen und sind nach Kimmeridge gefahren, um Fossilien zu finden. Das Wetter ist zum Glück ein bisschen besser geworden (die Sonne haben wir trotzdem nicht gesehen …) und wir haben tatsächlich einiges gefunden 🙂


Irgendwann ist den Kindern dann langweilig geworden und wir waren alle hungrig. Wir sind also in ein Pub in Corfe essen gefahren. Nach dem Essen sind alle vier Kinder in den Garten spielen gegangen, kurz darauf waren auch die Männer draussen und wir Mädels hatten Zeit zum Tratschen.

Es war dann schon recht spät, als wir zum Auto zurückgegangen sind und die beiden kleinsten Burschen waren schon sehr müde.

IMG_7167Für „Engelchen, Engelchen flieg!“ ist man aber nie zu müde 🙂

Tag 6

Am nächsten Tag war der Nebel weg und der Himmel wieder strahlend blau.
Die große Prinzessin wollte unbedingt einen Sandstrand, also sind wir nach Poole gefahren. Dort sollte es einen schönen Strand mit ganz vielen Muscheln geben.
Die Realität hat aber leider anders ausgeschaut: Der Strand war gleich in der Nähe des Hafens, und so hat es auch ausgeschaut. Eine – an manchen Stelle recht hohe – Mauer, dahinter ein kurzer sandiger Abschnitt, übersät mit Algen und Muscheln, aber vor allem Dreck. Wir haben also einen schöneren Abschnitt gesucht. Und einen recht hübschen Spielplatz gefunden. Aber keinen schönen Strand, an dem die Kinder spielen können, ohne dass wir ständig Angst haben müssten, eine Schnittwunde versorgen zu müssen oder schlimmeres.

Der beste Ehemann und Papa von allen hatte die rettende Idee: wir fahren einfach wo anders hin! Und er hatte auch schon einen Plan, wohin: nach Studland. Wir haben das Auto am Strassenrand abgestellt und sind quer durch Erika-Heide und Dünen zu einem tollen Sandstrand gewandert. Dort haben wir uns ein Platzerl am Rand der Dünen gesichert. Die große Prinzessin hat schon am Weg dorthin einen halben Kübel Muscheln gesammelt und hat ihre Sammlung eifrig vergrößert, während der kleine Prinz selig im Sand gegraben hat.

 

Erst als die Sonne untergegangen ist, haben wir uns auf den „Heimweg“ gemacht.

Fortsetzung folgt