Es ist zwar schon ein bissl her, aber trotzdem möchte ich euch erzählen, wie wir unser Weihnachtsfest verbracht haben.

Eigentlich wollten wir dieses Jahr den Christbaum schon früher besorgen; so ungefähr eine Woche früher. Dann hätten wir weniger Stress beim Aufputzen und Herrichteb für’s Fest.
Tatsächlich haben die Prinzessin und der Prinz ihn am Donnerstag mit dem Opa geholt. Bis wir ihn dann aufstellen konnten wars auch schon Freitag, der Tag vor Weihnachten.

Und beim Aufputzen (wir helfen dem Christkind dabei, das hat ja eh so viel zu tun …) hat’s dann auch noch einen Unfall gegeben: die große Prinzessin wollte dem besten Ehemann und Papa von allen helfen wollen, den Baum nochmal zu sichern und hat ihn dabei umgeworfen. Leider hatten wir da aber schon zwei Dutzend Kugeln aufgehängt. Darunter auch die, die sie im Adventskalender gefunden hat – ihr größter Schatz 😢
Also mussten wir kurz vor Geschäftsschluss noch mal ausrücken, um Ersatz zu suchen. Zum Glück beliefert das Christkind alle gängigen Geschäfte, und wir wurden tatsächlich fündig, Weihnachten war gerettet 😜

Am Vierundzwanzigsten haben die Großeltern die beiden Zwerge gegen Mittag abgeholt und sind das Christkind suchen gegangen, um uns ein bisschen Zeit zu geben, die Wohnung in einen halbwegs ansehnlichen Zustand zu versetzen – das arme Christkind wäre sonst wohl vor Schreck mitsamt der Geschenke wieder abgeflogen …

Am Nachmittag haben wir uns dann vor der Kirche im Zentralfriedhof wieder getroffen, haben gemeinsam mit den Großeltern die Messe besucht (und diesmal sogar einen Sitzplatz ergattert!) und sind anschließend durch strömenden Regen bei etwa null Grad nach Hause galoppiert …

Dort hat das Christkind schon die Geschenke unter (bzw. neben) den Baum gelegt. Die große Prinzessin hat es wieder kaum erwarten können, die Stiegen hinunter zu stürmen. Und dann hat sie ihr größtes Geschenk (ein E-Piano) auch gleich übersehen, sondern sich begeistert auf die kleinen Packerl gestürzt, die tags zuvor das Christkind noch schnell genäht hat 😉
Der kleine Prinz hat sich über jede Menge Eisenbahn-Zubehör gefreut.

Am nächsten Tag waren wir dann bei den Großeltern zum Essen eingeladen. Und siehe da: auch hier hat das Christkind ein oder zwei Packerl fallen gelassen: mehr Züge für den Prinzen, ein Taschenmesser für die Prinzessin.

Auch für die Erwachsenen hat’s Geschenke gegeben: die Mama hat auch ein Taschenmesser bekommen – mit Damaszenerklinge. Und der beste Ehemann und Papa von allen einen Dolch.

So reich beschenkt wollten wir’s uns eigentlich gut gehen lassen, immerhin hat der beste Ehemann und Papa von allen ja Urlaub gehabt. Der kleine Prinz hat uns dabei aber einen Strich durch die Rechnung gemacht: er war nämlich fürchterlich verkühlt und durfte weder zur Tagesmutter noch hinaus in die Kälte …
Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden 😉