Heute war nämlich „Tag der Wiener Schulen“, so eine Art „Tag der offenen Tür“ an allen Schulen Wiens gleichzeitig. Und weil unsere große Prinzessin im nächsten Herbst in die Schule gehen wird, haben wir uns die beiden Schulen in unserer Umgebung angesehen.Schon als die große Prinzessin noch eine kleine Prinzessin war haben wir uns Gedanken gemacht, in welche Schule wir sie schicken sollen. Und sind zu dem Schluss gekommen, dass eine Montessori-Schule wohl das beste für sie wäre. Die wäre sogar ganz in der Nähe meiner Arbeit, so dass ich sie in der Früh und am Nachmittag mitnehmen könnte. Und ich könnte wieder dreissig Stunden arbeiten.

Und dann kam der kleine Prinz.
Der würde in den Kindergarten kommen, wenn die große Prinzessin in die Schule gehen würde. Natürlich hier bei uns, gleich um die Ecke.
Ich müsste also entweder den kleine Prinzen ziemlich lange im Kindergarten lassen (Stichwort Ganztagsschule) oder zuerst Heim fahren, um ihn zu holen und dann nochmal zurück fahren, um sie zu holen.
Logistisch eine Katastrophe.

Die Idee der Montessori-Schule ist also schnell gestorben.

Also hab ich letztes Jahr damit angefangen, mir wieder neue Gedanken zu machen. Und bin mit einer lieben Freundin (die selber Lehrerin ist) ein paar Schulen besuchen gegangen, die in unserer Nähe oder zumindest an meinem Arbeitsweg liegen.

Tatsächlich kommen vier Schulen in Frage, eine davon wäre eine „bewegte Schule“, zwei eine Ganztagsschule, eine hat einen schlechten Ruf.

  • Die „bewegte Schule“ ist schnell ausgeschieden. So bewegt wie der Name schon sagt ist sie dann doch wieder nicht.
  • In einer der Ganztagsschulen fühle nicht nur ich mich unwohl, die andere fehlt mir noch – da ist erst im Dezember Tag der offenen Tür (hier würde ihre beste Freundin in die Schule gehen, wenn es nach ihrer Mutter geht).
  • Der schlechte Ruf der anderen Schule ist meiner Meinung nach unbegründet. Die Schulleiterin ist sehr engagiert – ebenso die Lehrerinnen, die Schüler freundlich und entgegenkommend, „bewegte Pausen“ sind der Normalfall, die Schüler werden zur Selbständigkeit erzogen, die Älteren helfen den Jüngeren, gesunde Jause, … Und: die große Prinzessin hat sich wohlgefühlt. Hier würde sehr wahrscheinlich auch eine ihrer Freundinnen in die Schule gehen.

Es schaut also so aus, als wäre zumindest eine der Schulen in der engeren Wahl 🙂