Wir leben nun schon seit siebzehn Jahren in Wien. Aber erst vor sechs haben wir’s an den Stadtrand geschafft. Seither haben wir’s schön grün um uns herum, können am Abend den Mond und die Sterne sehen, Grillen zirpen und Fasane rufen hören und haben nicht gleich die nächste Hauswand vor der Nase. Die Kinder haben einen tollen Spielplatz gleich hinterm Haus und auch der Kindergarten ist gleich ums Eck.

Das Beste aber ist unser Balkon! Der ist zwar nicht ganz zwei Meter breit, bietet aber trotzdem Platz für eine kleine Sitzgarnitur und einen Klapptisch, sodass wir draußen Essen können.

Das Allerwichtigste sind aber meine Blumentröge. Drei hängen an Balkongitter, einer beherbergt einen riesigen Lavendelbusch, in einem zweiten habe ich eine Chrysantheme. Und dann gibt’s noch einen Trog an der Wand mit Efeu und Clematis zum Beschatten. Darin haben auch Erd- und Brombeeren zum Naschen Platz – und mein persönlicher Liebling: gelber Sonnenhut.

IMG_5082Der sieht einer Sonnenblume ähnlich, ist aber viel zarter. Und zudem mehrjährig. Außerdem ist der Sonnenhut eine uralte Heilpflanze.

Ursprünglich kommt er aus Nordamerika. Dort haben ihn schon die Ureinwohner gegen Infektionen eingesetzt. Der Sonnenhut hilft nämlich bei der Bildung von weißen Blutkörperchen, und das hilft uns, seltener krank zu werden. Dazu muss man ihn aber schon einnehmen, bevor man krank wird.
Aber auch bei schlecht heilenden Wunden hilft Echinacea, wie der Sonnenhut auf Lateinisch heißt.

Verwenden kann man sowohl das Kraut als auch die Wurzeln. Daraus wird meist eine Tinktur (ein Alkoholauszug) hergestellt, den man auch ganz leicht selbst ansetzen kann: die klein geschnittenen Pflanzenteile mit Weingeist und lässt das Ganze mehrere Wochen lang stehen. Dann in eine dunkle Flasche füllen und kühl und dunkel lagern.

Eine meiner liebsten Blumen kann also so einiges! Noch mehr Heilpflanzen findet ihr bei Ms Figino’s MacroMonday.