Ms. Figino’s Thema zum heutigen MacroMonday ist: was mich freut im Juni.
Ich mag den Juni. Juni bedeutet Sommeranfang. Eis essen. Schwimmen gehen. Ferienbeginn. Hitze. Getreidefelder.

Die Getreidefelder hab ich schon als Kind gern gehabt. Vielleicht, weil sie für mich zum Sommeranfang symbolisieren: Wenn das Getreide langsam reif wird, ist auch die Zeit reif für die „großen Ferien“. Dieses „endloser-Sommer“-Gefühl überkommt mich heute noch, wenn ich Getreidefelder sehe. Und deshalb möchte ich euch heute unser Getreide ein bisschen näher bringen 🙂

Weizen, Roggen, Gerste, Hafer – das sind die vier Getreidearten, die in Mitteleuropa häufig angebaut werden, und die wir sehen, wenn wir „am Land“ unterwegs sind. Sie alle gehören zu den Süßgräsern und mussten erst gezüchtet werden, um genügend Ertrag zu erhalten.
Der Mensch nutzt Getreide schon sehr lange, seit er sesshaft geworden ist, also seit etwa elf- bis zwölftausend Jahren. Erst da ist es nachweislich gelungen, Weizen und Gerste zu züchten. Roggen und Hafer sind erst später dazugekommen.
Bis allerdings Brot gebacken wurde, hat es ein bisschen gedauert. Zuerst hat man Getreide als Brei, bestenfalls als Fladen gegessen. Erst, als man den Sauerteig „erfunden“ hat, konnte man Brot backen, wie wir es heute kennen.

Hafer ist für mich das schönste Getreide. Er sieht sehr grazil aus und ist am leichtesten zu erkennen. Seine Ähren sehen fast ein bisschen wie Schneeglöckchen aus.

Ein bisschen schwerer fällt es da schon, Roggen von Weizen zu unterscheiden. Beide haben recht schwere, aber aufrechte  Ähren und kugelige Samen. Roggen hat aber (meist) kurze Grannen, während Weizen (oft) gar keine hat.

Roggenfelder finde ich besonders schön: der Roggen wird nicht so hoch wie Gerste und wenn der Wind über’s Feld bläst, wiegt er sich hin und her.

Gerste wird recht hoch – höher als die große Prinzessin, wie wir gestern festgestellt haben! Die Ähren sind schmaler, haben lange Grannen und hängen.

Ich hoffe, ich konnte euch zeigen, wie schön unser „tägliches Brot“ eigentlich ist 🙂
Andrea