Seit ich vor acht Jahren die Ausbildung zum Nationalpark-Guide gemacht habe, bin ich mal häufiger, mal seltener als Exkursionsleiterin im Seewinkel unterwegs. So auch am Samstag:
An diesem Wochenende ging nämlich  im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel die Pannonian Bird Experience über die Bühne: eine große Messe, auf der man alles besichtigen (und teilweise auch ausprobieren) kann, was das Birder-Herz begehrt. Zusätzlich gab’s jede Menge Exkursionen, Workshops und Vorträge.

Und am Samstag durfte ich eben auch dabei sein. Neben der üblichen Belegschaft, drei Praktikanten und unzähligen Exkursionsleitern, Vortragenden, Workshoppern war auch ich ab acht Uhr im Einsatz – hauptsächlich im Innendienst. Teilnehmer anmelden, Fragen beantworten, nichts Aufregendes. Aber einen Tag lang nur unter Erwachsenen zu sein hat mir außerordentlich gut getan. Besonders gefreut hab ich mich, zwei (ehemalige) Kolleginnen wieder zu treffen, die ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen haben.
Sehr genossen hab ich auch die beiden Stunden im Testzelt: zwei große Optikhersteller haben ihre Geräte zum Testen an der Zicklacke aufgebaut, um Besuchern (zufälligen wie absichtlichen) die Möglichkeit zu geben, die neuesten Spielzeuge im Einsatz zu testen.
Bei strahlend blauem Himmel und über fünfundzwanzig Grad (und das Mitte April!!) habe ich ein paar Besuchern zeigen können, welche Vögel sich den grade an der Lacke tummeln, habe einen kleinen Trupp Kampfläufer, jede Menge Graugänse mit ihren Jungen, ein Kolbenentenpaar, … beobachtet, meine absoluten Lieblinge (Flußregenpfeifer) entdeckt und mit den Mitarbeitern von Swarovski fachsimpeln und vor allem: viel lernen können.

Die größte Herausforderung des Tages war es, pünktlich da zu sein. Acht Uhr ist jetzt nicht die Zeit, zu der ich normalerweise irgendwo auftauche – außer im Badezimmer …
„Zum Glück“ ist Konstantin ein Frühaufsteher: um kurz nach sechs hat mein Wecker geklingelt, ich hab den halb-schlafenden Prinzen zum Papa verfrachtet und bin halb-schlafend unter die Dusche gegangen.
Um kurz nach halb sieben habe ich dann (gewaschen, gekampelt, und gefüttert) tatsächlich die Wohnung verlassen und war super-pünktlich in Illmitz!
Um den kleinen Prinzen habe ich mir nicht allzu viele Sorgen gemacht: der ist eh ein Männerbaby und beim Papa immer glücklich und zufrieden.
Bei der großen Prinzessin war ich mir nicht so sicher und hab ihr deshalb einen kleinen „Liebesbrief“ hinterlassen …

Tatsächlich hat mich der Kleine aber in allen Zimmern gesucht, meint der beste Ehemann und Papa von allen. Mia war eine kleine Weile lang recht unrund.
Dann aber hatten alle drei einen schönen Tag – im Garten bei schönstem Wetter.

Am Abend habe ich sie dann bei Oma und Opa abgeholt – beide haben innerhalb kürzester Zeit im Auto eingeschlafen. Genau wie ich 🙂

Fazit: anstrengend wars (meine Stimme war heute teilweise weg), aber wunderbar. Nächstes Jahr wieder!