Unser kleiner Prinz ist ein Tragekind, ein kleines Afferl. Trotzdem hab ich ihn selten den ganzen Tag tragen müssen, er konnte sich für kurze Zeit (etwa zehn Minuten, aber immerhin) in Sichtweite beschäftigen. Oder hat zwischen meinen Füßen gespielt, während ich gekocht habe.

Seit drei Wochen ist das anders: ich kann ihn kaum neben meinen Schoß auf den Boden setzen. Davon, ein paar Schritte weit weg zu gehen, brauche ich gar nicht zu träumen. Ich trage ihn, wenn ich Mia die Zähne putze, frühstück mache, Mia in den Kindergarten bringe, beim Kochen, staubsaugen, Wäsche waschen, Mia abholen. Wann immer ich mich hinsetze sitzt er auf meinem Schoß.
In der Nacht schläft er zwar nicht auf mir, aber so fest an mich gedrückt, dass es auch schon keinen Unterschied mehr macht.
Grundsätzlich genieße ich es, mit meinen Kindern zu kuscheln und ihnen ganz nah zu sein. Auch nachts stört mich das nicht. Solange sie und ich dabei schlafen.
Aber Konstantin war augenblicklich munter, sobald ich mich auch nur ein kleines bisschen bewegt habe.

Und Mia? Die ist natürlich auch anhänglicher als sonst. Und auch ihr muss und möchte ich gerecht werden – so gut ich eben kann. Kuchen backen, UNO spielen, Bild malen, basteln.
Wir laden mindestens einmal in der Woche eine Freundin ein, damit Mia jemanden (jemand anderen als mich) zum Spielen hat und sie so auf ihre Kosten kommt.
In den letzten Tagen hat uns eine liebe Freundin auf die Spaziergänge mit ihren Kindern (die Große geht mit Mia in den Kindergarten) mitgenommen. Das tut mir gut, weil ich jemanden (Erwachsenen) zum Tratschen habe und Mia hat eine Freundin zum Spielen und gleichzeitig den „Auslauf“, den mein Turbokind braucht.

Zusätzlich hat der beste Ehemann und Papa von allen grade im Büro besonders viel zu tun und kommt erst kurz vorm Schlafengehen heim.
Ihr könnt euch also so in etwa vorstellen, wie müde und erschöpft ich bin.

Zum Glück lässt Konstantin’s Anhänglichkeitsphase gerade ein wenig nach. Wie schon bei Mia immer gerade dann, wenn ich fast mit meinen Nerven und Kräften durch bin.

So, und jetzt geh ich ins Bett – schlaft gut!