Wir kennen das ja: Kind wacht weinend vor Schmerz in der Nacht auf, reibt sich das Ohr und weint noch mehr, trinkt nicht gut, weil das Schlucken weh tut.

Soweit die Theorie. Der kleine  Prinz hat nichts von alledem gemacht. Ist meist gut aufgelegt, isst und trinkt normal. Allenfalls ist er ein bisschen anhänglicher als sonst. 
Am Freitag Abend ist das Ohrcein bisschen abgestanden – dahinter war’s rot und es hat weh getan. Der beste Ehemann und Papa von allen tippt auf eine lokale Entzündung und schmiert Baneocin drauf. Tatsächlich ist es am Samstag Vormittag schon besser.

Am Samstag Nachmittag schaut die Sache dann schon wieder anders aus: das Ohr ist rot und geschwollen. Also ab in die Ambulanz. Der freundliche Arzt schaut sich beide Ohren vorsichtig, aber genau an und erklärt, dass Konstantin nicht nur eine leichte Mittelohrentzündung hat, sondern sich die auch auf den Knochen hinterm Ohr geschlagen hat. Mastoiditis nennt sich das.

Wir bekommen Antibiotika, Nasentropfen und Nureflex verschrieben. Wenn es nach drei Tagen nicht besser wäre, sollten wir wieder zum Arzt; in ganz seltenen Fällen müsste man sogar operieren, aber so schlimm wäre es beim kleinen Prinzen nicht.

Tatsächlich ist es gleich am Sonntag morgen viel besser: die Schwellung ist stark zurück gegangen, die Rötung ist weg und es tut auch nicht mehr so weh. 

Wir sind wohl mit dem Schrecken davon gekommen ….