Wer keine Kinder hat, sagt oft: Kinder haben das Potential, alles zu lernen. Die haben ja keine Ahnung!

Jeder, der einmal ein Baby erlebt hat weiß: Das ist kein Potential! Das ist ein unstillbarer Hunger, ein unbezwingbarer Drang, alles in sich aufzusaugen, was die Umgebung hergibt, alles zu begreifen – im wörtlichen Sinn.

Ich kenne das ja noch von der großen Prinzessin, aber so richtig bewusst wird es mir erst grade wieder, wo der kleine Prinz alles, aber auch wirklich alles, das er gerade sieht, auch haben will. Klar, davon hab ich euch gerade erst berichtet. Aber in den letzten beiden Tagen ist das nochmal um eine Nummer größer geworden. Es gibt kaum einen – nein: keinen! – Gegenstand in unserer Wohnung, dem Kindergarten, auf dem Weg dorthin, im Geschäft, den er nicht sofort haben möchte.

Wenn er ein Objekt der (momentanen) Begierde entdeckt hat, arbeitet er mit aller Macht hin:
Vom Tragtuch oder dem Arm aus hat man natürlich den besten Überblick, da kann’s aber auch schon mal gefährlich werden, wenn er sich plötzlich in eine Richtung schmeisst.
Und wenn er auf seiner Krabbeldecke sitzt, kann es schon mal vorkommen, dass er sich so weit in eine Richtung lehnt, dass er umfällt. Obwohl er schon sehr gut seine Balance halten kann.

Resultat seiner Bemühungen ist immerhin, dass er schon sehr sicher greift und seit vorgestern auch Gegenstände von einer Hand in die andere wechseln kann.

Mal schaun, was als nächstes passiert 🙂