Das Sitzen nämlich.
Wenn wir ihn mit seinem Rücken gegen unseren Bauch lehnen beugt er sich nach vorne, um sich aufzusetzen. Weil er aber noch nicht genug Kraft und Kontrolle hat muss man höllisch aufpassen, dass er kein Übergewicht bekommt und mit dem Kopf zum Beispiel gegen den Tisch knallt. Und zurücklegen lässt er sich nur unter Protest.
Auf der Krabbeldecke zu liegen kann auch schon mal ziemlich langweilig werden. Sein neuester Schmäh ist daher, sich an meinen Händen festzuhalten und sich mit Hilfe hochzuziehen. Das triumphierende Grinsen wenn er’s geschafft hat ist einfach klasse!
Er ist genau so ehrgeizig wie seine große Schwester. Und dieser Ehrgeiz macht ihm die gleichen Schwierigkeiten wie vor viereinhalb Jahren seiner grossen Schwester: Schlafen ist nur eine überflüssige Zeitverschwendung!
Wenn er aber wirklich müde ist schläft er sogar auf seiner Krabbeldecke ein. Entweder ich streichle ihn zur Beruhigung, oder (wenn er sehr, sehr müde ist), schiebt er sich seine Stoffwindel ins Gesicht und über die Augen und schläft so ein. Besonders am Vormittag funktioniert das – wenn keine große Schwester da ist, die kuscheln will 🙂

Und das gezielte Greifen.
So einfach ist das nämlich nicht! Oft landet die Hand ganz wo anders, als er sich das so ausgerechnet hat. Auch das Anlass für Frust. Aber es sind schon ordentliche Fortschritte zu beobachten. Sehr zur Freude vom kleinen Prinzen: sein Lieblingsspielzeug, den O-Ball, kann er schon ganz gut erreichen, um ihn in den Mund zu stecken.
Dort landet momentan übrigens fast alles, was er erreichen kann: die Zähne plagen ihn schon jetzt, das Kiefer ist ganz hart und teilweise geschwollen. Sein Biss tut schon richtig weh.

Und das Plappern.
Den ganzen Tag über gibt der kleine Kerl Geräusche von sich: Quietschen, Lachen, Glucksen, Schreien und einzelne Laute (Ba, La, Ga oder Aga).

Es ist also wieder viel los hier und langweilig wird mir nicht.