Unser kleiner Prinz nuckelt gerne. Am liebsten natürlich am Flascherl. Und das bekommt er – wie auch schon seine große Schwester – wann immer er Hunger hat. Füttern nach Zeitplan habe ich noch nie verstehen können: ich esse ja im Großen und Ganzen auch dann, wenn ich Hunger habe.

Am-Flascherl-nuckeln finde ich aber nicht so toll: Einerseits soll er sich nicht mit Essen trösten. Andererseits erbricht er oft, wenn er zu viel nuckelt. Dann braucht er natürlich Nachschub, „fürchtet“ sich allerdings auch, wieder alles auszuspucken, und trinkt nur sehr zögerlich. Und ist dementsprechend grantig vor Hunger.

IMG_1504Also haben wir schon vor ein paar Wochen versucht, ihm einen Schnuller anbieten. Den er vehement abgelehnt hat. Zum Teil musste er sogar würgen.
Und so hat er die längste Zeit an meinem Zeigefinger gelutscht. Am liebsten am linken … Letzte Woche hat er dann gelernt, seinen eigenen Daumen in den Mund zu stecken.

Das war zwar für meinen Finger eine Erleichterung, aber so ein Daumen ist später viel schwerer abzugewöhnen, als ein Schnuller – und das ist schon schwierig – den kann man nämlich nicht einfach irgendwo vergessen, vergraben, herschenken oder ähnliches! Daher bin ich am Samstag Vormittag losgezogen und habe einen Nucki gesucht, der (m)einem Finger ähnlich sieht. Und bin fündig geworden. Nach ein paar Anläufen hat er seinen neuen Schnuller akzeptiert.
Das bedeutet nicht, dass er ihn immer dann benutzt, wenn er nuckeln möchte. Er spuckt ihn immer noch gerne aus und nimmt statt dessen seinen Daumen.
Und es bedeutet nicht, dass wir ihm das Plastiktrum immer sofort in den Mund stecken, wenn er ein bisschen quengelt. Aber wenn er dringend nuckeln muss, hat er was, woran er nuckeln kann. Und das hat er jetzt.

Damit schafft er etwas, womit ich niemals gerechnet hätte: er schläft „alleine“ ein. Also ohne, dass ihn einer von uns herumträgt. Und das tut auch uns gut 🙂