Weil die beiden bei uns im Bett schlafen dürfen (wenn auch in getrennten, seit der kleine Mann hier ist).
Weil wir die beiden oft herumtragen. Gut, Mia schon seltener, aber in unserem Urlaub letzten August wurde auch sie noch im Sling getragen, weil sie noch nicht so weit wandern konnte. Und Konstantin schläft tagsüber meistens im Tragtuch – so schläft er gut und ich habe meine Hände frei, um den Haushalt zu erledigen oder mich um meine Große zu kümmern.
Weil wir die beiden nicht weinen lassen, sondern immer versuchen, ihr Problem schnell zu lösen. Bei Mia klappt das meistens schon gut, weil sie einfach schon ausdrücken kann, was sie stört. Ausserdem merken wir schon, ob sie aus „Berechnung“ Theater macht oder ob grade wirklich etwas passiert ist.
Weil sich Mia aussuchen darf, was sie anzieht (auch, wenn  mich das schon mal in den Wahnsinn treibt).
Weil sich die Große aussuchen darf, was sie essen möchte (auch, wenn das immer und immer wieder Nudeln sind).

Wir hören schon recht oft, dass wir unsere Kinder verwöhnen.
Bisher hatte ich immer das Gefühl, ich müsste mich dafür rechtfertigen. Aber seit ich den Artikel vom Rubelpapa über deren bindungsorientierte Elternschaft gelesen habe, habe ich mir darüber immer wieder Gedanken gemacht. Warum sollten wir uns dafür entschuldigen, dass wir unseren Kindern zeigen, wie gern wir sie haben? Dass uns ihre Meinung wichtig ist und wir die auch respektieren?

Also: Ja, wir verwöhnen unsere Kinder und wir tun das gerne!

Das heißt nicht, dass es bei uns keine Regeln gibt – ich glaube sogar, ich bin eine recht strenge Mama. Aber eben eine, die auch zuhört und andere Meinungen gelten lässt.
Mia ist keine verwöhnte Göre geworden. Sie ist ein höfliches, liebes, freundliches, mitfühlendes kleines Kind, das einen starken Willen hat.

Und deshalb werden wir Konstantin genau so verwöhnen wie Mia.