Mama on the Rocks hat eine Blogparade gestartet zum Thema #MeTime – Zeit für mich. Etwas, über das ich mir grade selbst Gedanken mache.

Mit einem ein Monate alten Baby ist Zeit für sich selbst ja purer Luxus, das kleine hilflose Bündel ist ja auf Rund-um-die-Uhr-Betreuung angewiesen. Und wenn es dann noch ein Geschwisterchen gibt, ist kaum oder gar keine Zeit mehr für einen selbst.
In dieser Hinsicht habe ich es wirklich gut: der beste Ehemann und Papa von allen hat in den fünf Wochen seit Konstantin’s Geburt nur eine einzige in seiner „regulären“ Arbeit verbracht. So hatte ich bisher meist nur ein Kind zu versorgen/ bespassen.
Richtig „Zeit für mich“ ist das natürlich trotzdem nicht. Die gibt es nur dann, wenn Mia schon im Bett ist, Konstantin wie durch ein Wunder schläft, alles für die Nacht hergerichtet ist und es noch nicht so spät ist, dass ich auch schlafen gehe. Ganz schön viele Bedingungen, oder?
Eine ganz andere Sache ist für mich „Freizeit“ – das ist dann, wenn auch der beste Ehemann und Papa von allen zuhause ist, alle Einkäufe erledigt sind und die Wohnung nicht im totalen Chaos versinkt. Also meist die Wochenend-Nachmittage.
Dann machen wir oft Ausflüge: in die Kittenberger Erlebnisgärten, nach Schlosshof, auf den Flughafen, die Hohe Wand, oder an den Badeteich. Wenn dann die Kinder nicht extrem quengeln, jammern, weinen oder zicken bin ich schon zufrieden und kann wieder Kraft tanken.
Wenn aber beide Kinder einen schlechten Tag haben kann es schnell mal passieren, dass ich genug habe von den Trubel und mich am liebsten auf eine einsame Insel beamen möchte („Sometimes all I want to be is a missing person!“.
Und dann bekomme ich schnell ein ganz schlechtes Gewissen. Keines der beiden ist absichtlich schlecht drauf. Und alle beiden haben es verdient, dass sich ihre Mama gerade dann gut um sie kümmert, wenn es ihnen mal nicht so gut geht.
Wenn Konstantin ein bisschen älter ist (und unser Trainer wieder vollständig gesund), werde ich wieder einmal pro Woche ins Training gehen. Und – wie bei Mia damals – anfangs ein furchtbar schlechtes Gewissen haben (schlechtes Gewissen haben, das kann ich echt gut …). So lange, bis sich alle an die neue Situation am Abend gewöhnt haben.

Für andere Hobbies (Fotografieren, Bogenschiessen, Bergsteigen oder was mir sonst so einfällt) wird wohl auch in den nächsten paar Jahren nicht genug Zeit bleiben.
Aber ich bin gerne Mama – und bin glücklich, dass ich so viel Zeit mit den beiden verbringen kann!

Eure Andrea