Tja, auch große Schwestern müssen irgendwann schlafen gehen, auch wenn dieser speziellen Schwester das nicht gefällt. 

Momentan ist das ja auch noch nicht so schlimm – der beste Ehemann und Papa von allen war ja die letzten zwei Wochen zuhause. Da gelten Ferien-Regeln, wie zum Beispiel später schlafen gehen.
Ab Montag wird dann wieder alles zu den üblichen Zeiten ablaufen.
Ich habe am Handy einen Wecker programmiert, der läutet die Schlafenszeit ein. Unter der Woche um halb acht, am Freitag und Samstag erst um viertel neun.
Wenn’s klingelt wird beendet, was gerade gespielt, gebastelt oder geschaut wird. (Zumindest in der Theorie … in der Praxis muss ich oft erst bitten oder Konsequenzen ankündigen.) Dann sagt Mia dem beste Ehemann und Papa von allen und Konstantin „gute Nacht!“ und geht mit mir nach oben Zähneputzen und noch mal aufs Klo.
Seit Konstantin auf der Welt ist, schläft Mia in seinem Zimmer. Dort steht nämlich  ein Bett, das sich auch ruckzuck in ein Doppelbett verwandeln kann – also kann der beste Ehemann und Papa von allen mit Mia dort schlafen und ich schlafe mit dem kleinen Mann im großen Bett.
Ich lese ihr, je nachdem wie spät es ist und wie lange sie getrödelt hat, eine oder mehrere Geschichten vor. Am liebsten aus einem der „drei, fünf, acht Minuten-Geschichten“-Bücher. Da kann ich recht gut dosieren, wie lange unsere Märchen-Session dauert. Meistens bettelt sie noch um eine mehr und meistens gebe ich nach.
Dann sagen wir noch unser Nachtgebet und kuscheln noch ein bisschen, bis die große Prinzessin eingeschlafen ist.
Wenn später der beste Ehemann und Papa von allen auch schlafen geht wacht sie meistens nicht mal auf.
Ich richte dann nur noch Konstantin’s Flascherl für die Nacht und dann mache auch ich mich bettfertig. 
Freizeit? Was soll das denn sein?