Wie war das nochmal in den Wochen vor Mia’s Geburt? Ich kann mich an so wenig erinnern … gut, dass es der beste Ehemann und Papa von allen noch vieles sehr gut weiss, so kann ich ihn immer fragen 🙂

Damit mir das bei Konstantin nicht genauso geht, möchte ich diesmal ein bisschen „mitschreiben“ was wann passiert. Also:
Mittwoch, 17. Juni (ET-17):
Ab elf Uhr habe ich sehr unregelmäßig und bestenfalls unangenehme Übung-/ Senkwehen. Es ist trotzdem anstrengend, Mia nach dem Kindergarten ordentlich zu beschäftigen und so verbringen wir den Nachmittag bei M. daheim. Der beste Ehemann und Papa von allen macht früher Schluss und ich bin beruhigter …
Am Abend dann ein SMS von unserem (ehemaligen) Meister – er würde uns gerne noch besuchen kommen; geht das noch? Wir überlegen lange hin und her und vertagen die Entscheidung.
Donnerstag, 18. Juni (ET-16):
Die Nacht war zu kurz und voller seltsamer Träume – wenig erholsam also. Die Wehen halten an, aber heute ist nicht an Ausruhen zu denken: Mia’s Abschlussfest im Kindergarten steht am Nachmittag am Programm und ich bin für eine Rohkostplatte und geschnittene Wassermelone zuständig.
Ganze zwei Stunden beschäftigt mich das Gemüse, dann hilft mir meine liebste Freundin, alles in den Kindergarten zu tragen.
Das Fest strengt mich an – ich darf zwar bei den Vorführungen der Kinder sitzen, aber auf winzigen Sesseln. Danach, im Garten, möchte Mia unbedingt mit mir spielen, was nur bedingt möglich ist – die Wehen sind zwar nicht schmerzhaft, werden aber immer unbequemer.
Zum Glück kommt auch an diesem Tag der beste Ehemann und Papa von allen früher nach Hause – aber Konstantin bleibt, wo er ist.
Freitag, 19. Juni (ET-15):
In der Nacht und am Vormittag lassen mich die Wehen im Stich. Zum Einen ist das recht angenehm, zum Anderen wäre ich dem kleinen Mann durchaus dankbar, wenn er ein paar Tage früher kommen könnte. Dieses Wochenende wäre meiner Meinung nach doch ein guter Zeitpunkt. Was meinst du, Kleiner?
Ab Mittag aber sind sie wieder da – unregelmäßig, nicht wirklich schmerzhaft, aber äußerst unangenehm. Und seltener als gestern.
Samstag, 20. Juni (ET-14):
Der Tag war ruhig. Trotzdem ist es mir nicht richtig gut gegangen. Gelenksschmerzen vor allem im Hüftbereich machen jede Bewegung unangenehm. Trotzdem machen wir am Abend einen Spaziergang. Leider ein bisschen zu weit (über dreieinhalb Kilometer), sodass der Heimweg eher eine Qual als ein Vergnügen war … In der Nacht haben mich dann wieder recht heftige Gelenksschmwezen gequält. Und auch wieder einige recht heftige Kontraktionen.
Der dicke Bauch ist jetzt schon wirklich beschwerlich, ich hätte nichts mehr dagegen, wenn der Kleine bald kommen würde …
Sonntag, 21. Juni (ET-13):
Heute wäre ja mein „Wunschtermin“, wenn das Wünschen denn etwas nützen würde.
Tatsächlich sieht es überhaupt nicht so aus, als würde Konstantin auch nur minimale Anstrengungen unternehmen, um auf die Welt zu kommen. Ab und zu habe ich zwar eine etwas heftigere Wehe, aber bei einer bleibt es dann auch für längere Zeit.
Der Zwerg verhält sich aber seit heute Morgen viel ruhiger, so als wäre ihm der Platz jetzt wirklich zu eng geworden …

Montag, 22. Juni (ET-12):
Der Tag ist einfach nur mühsam – Streit mit Mia von der Früh weg. Am Nachmittag rettet mich meine Lieblingsfreundin, wo wir den Nachmittag verbringen dürfen.
Konstantin verhält sich recht ruhig, erst gegen Abend fängt er an, heftig zu strampeln und zu treten. Dazu kommen teilweise heftige Gelenkschmerzen, die mit Thermophor aber zumindest ein bisschen nachlassen.

Dienstag, 23. Juni (ET-11):
Bin mit der Lieblingsfreundin ins neue Haus gefahren, die Küche ausräumen und Kleinigkeiten entrümpeln. War auch nicht wirklich wehenfördernd, aber sehr entspannt und lustig. Auch den Nachmittag haben wir miteinander verbracht. Mehrere teilweise nicht nur unangenehme, sondern fast schmerzhafte Kontraktionen. Aber sehr unregelmäßig …

Mittwoch, 24. Juni (ET-10):
Der beste Ehemann und Papa von allen hat frei, wir fahren zum IKEA. Den ganzen Nachmittag bauen wir ein Bett, mehrere Schubladen und ein paar Laden ein und um. Ab und zu ein paar Kontraktionen, aber nichts Ernstes …
Donnerstag, 25. Juni (ET-9):
Es wird wärmer, mein Kreislauf ist im Keller. Konstantin verhält sich recht ruhig, wenn er sich dann doch bewegt ist es recht heftig und tut fast weh.
Wir gehen indisch essen, vielleicht hilft dem Kleinen das auf die Sprünge …
Freitag, 26. Juni (ET-8):
Der beste Ehemann und Papa von allen fährt am Vormittag mit Mia im Zug nachEisenstadt  und von dort ins mittlere Burgenland, um das Motorrad abzuholen. Ich hab also frei! Und genieße das mit süßem Nichts-Tun. An Mittag habe ich wieder sehr unregelmäßige Wehen.
Gegen halb fünf fahre ich mit dem Auto nach Eisenstadt, um mein Mädchen abzuholen. Wir gehen noch mit dem Opa Pizza essen und anschließend ein Eis. Bis wir tatsächlich losfahren ist es schon fast neun Uhr. Mia schläft schon nach kurzer Zeit  ein – zum Glück: um kurz nach neun hab ich eine erste, recht heftige Wehe. Nach zwanzig Minuten die nächste. Zwar mit leichten Schmerzen verbunden, aber Auto fahren ist kein Problem …
Als wir zu Hause ankommen, haben sich die Abstände auf fünfzehn Minuten eingependelt. Vielleicht hat das indische Essen ja doch was bewirkt.
Wir gehen um halb zwölf ins Bett … Mal schauen, wie’s weitergeht!
Samstag, 27. Juni (ET-7):
Kaum waren wir im Bett, macht Mia Radau – wieder ein Albtraum… Als es mir endlich gelingt, sie zu beruhigen, sind die Wehen weg …
Die Nacht ist unruhig, mir schlafen immer wieder die Füsss oder Hände ein.
Den Vormittag verbringe ich mit Mia, der beste Ehemann und Papa von allen mit Saubermachen und reparieren. Und an Nachmittag fahren wir zu Mia’s besten Freund ins neue Haus.
Sonntag, 28. Juni (ET-6):
Diese Nacht war fast noch schlimmer als die letzte: ich krieg heftige Atemnot, fast Panik, als sich das gar nicht legt. Erst als ich aufstehe, wird’s etwas besser. Zumindest schläft Mia bis acht Uhr … Und lässt mich bis zur nächsten Atemlosigkeit weiterschlafen…
Schon beim Aufstehen hab ich viel heftigere Kontraktionen als in den letzten Tagen, die sich aber von oben nach unten ausbreiten, statt umgekehrt, wie bisher. Allerdings bleiben Sie unregelmäßig.
Montag, 29. Juni (ET-5):
Ich habe beschlossen, mich auf Konstantin zu verlassen: wenn er soweit ist, wird er wohl ausziehen. Hoffentlich entspannt mich das ein wenig, die Fragerei „wann ist es denn soweit?“ oder „tut sich immer noch nix?“ macht mir mittlerweile schwer zu schaffen! Am liebsten würde ich mich daheim einsperren und das Telefon abdrehen. Kann mir denn keiner vertrauen, dass ich rechtzeitig Bescheid sage, wenn der kleine Mann da ist?
Dienstag, 30. Juni (ET-4):
Wieder nichts Neues: in der Früh mache ich meinen Spaziergang (spazieren gehen soll ja die Wehen anregen – haha!), der jetzt schon über eine dreiviertel Stunde dauert.
Der Tag wird sehr warm, ich verschanze mich drinnen …

Mittwoch, 1. Juli (ET-3):
Wieder so ein heißer Tag, wieder ein Spaziergang in der Früh. Wenn der schon nicht wehenfördernd ist, so hilft er wenigstens, meine Zehen und Beine in einer halbwegs erträglichen Form zu halten.
Den ganzen Tag über wieder sehr unregelmäßige Kontraktionen – ich rechne schon gar nicht mehr damit, dass sich der kleine Kerl vor seinem errechneten Termin blicken lässt.
Am Nachmittag plantschen und pritscheln Mia und M. in unserem kleinen Plantschbecken am Balkon – das lässt mir die Zeit, mich hinzusetzen und auszuruhen.

Donnerstag, 2. Juli (ET-2):
Mein Morgenspaziergang hat sich auf über eine Stunde gezogen, dabei ist die Strecke immer noch die selbe … aber heute musste ich drei Pausen einlegen, es wird wieder sehr heiß und mein Kreislauf spinnt.

Anschließend leg ich mich für zwanzig Minuten hin – und wache zwei Stunden später wieder auf … Naja, offenbar hab ich den Schlaf gebraucht …
Am Nachmittag sind wir bei M. eingeladen. Aber irgendwie kann ich heute nicht still sitzen … am Abend koche ich für uns vier …
Freitag, 3. Juli (ET-1):
Heute ist die Verabschiedung von Mia’s Lieblings“tante“ – und Mia geht gerne in den Kindergarten. Bei meinem anschließenden Spaziergang schickt mir der beste Ehemann und Papa von allen endlich die beste Nachricht der Woche: er bekommt zwei Wochen Urlaub!
Und das genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich hab die Hoffnung, dass mich seine Anwesenheit genug entspannt, dass der kleine Mann endlich auf die Welt kommen kann. Tatsächlich hab ich den ganzen Tag über teilweise recht heftige Kontraktionen – heftig, aber sehr unregelmäßig. Aber das kann ja noch werden!
Am Nachmittag spielen Mia und ihr bester Freund im Plantschbecken und basteln Wollfische. Abendessen gibt’s bei M. zuhause und als der beste Ehemann und Papa von allen nach Hause kommt gehen wir noch auf den Spielplatz.

Samstag, 4. Juli (ET+/-0):

Der Plan: Mia und der beste Ehemann und Papa von allen fahren am gleich ganz früh am Vormittag einkaufen und ein Geschenk für die Geburtstagsfeier am Nachmittag besorgen, während ich zur Kontrolle im Spital fahre.
Die Realität: Mia klammert und es dauert ewig, bis ich wirklich weg kommen – nicht ohne Tränen.
Es ist schon nach halb elf, als ich endlich dort bin – im Kreißsaal, es ist ja Wochenende… Zum Glück ist nicht viel los und ich werde von einer sehr netten Hebamme ans CTG angeschlossen.
Weil der kleine Mann aber meist bald einschläft, wenn ich mich hinlege, darf ich fast eine Stunde liegen bleiben, bis Ärztin und Hebamme mit dem Ergebnis zufrieden sind: Herztöne gut, Kindsbewegung gut, nur Übungswehen, also nächster Termin am Mittwoch, wenn nicht vorher irgendetwas passiert (Wehen, Blutungen, Blasensprung, irgendwelche Unsicherheiten).
Für den Heimweg brauch ich fast eine Stunde – dank Mittagshitze und dem Bergerl zur Straßenbahn hinauf …
Am Nachmittag dann Geburtstagsfeier von unserem Nachbarsmädl…
Sonntag, 5. Juli (ET+1):
Wir fahren mit dem Zug nach Schützen, wo uns der Opa abholt und mit uns in den Garten fährt – entspannter Nachmittag.
Montag, 6. Juli (ET+2):
Der erste Urlaubstag vom beste Ehemann und Papa von allen! Ich kann’s kaum glauben, dass heute gar nicht Sonntag ist: länger schlafen (bis acht Uhr …), ausgiebig duschen, Frühstück am Balkon. Toll!
Mia möchte unbedingt „im grünen Wasser“ (also im Apetloner Badeteich) schwimmen gehen – das Wetter ist ein bisschen komisch: bewölkt, sehr windig, aber extrem heiß und schwül – trotz Starkwind …
Außerdem ist der Kleine zwei Tage „drüber“ – ist es wirklich gut, so weit zu fahren??
Aber gut, er macht keine Anstalten, auszuziehen und es ist wirklich heiß; also fahren wir!
Autofahren ist zwar furchtbar unbequem, aber das Wasser entschädigt mich dafür: nicht zu kalt, aber erfrischend. Meine angeschwollen Füße sind ziemlich dankbar 🙂
Und weil heute ein windiger Montag ist, haben wir sogar eine eigene Bank ergattert, sodass ich gemütlich sitzen kann!
Am Abend auf der Couch dann ein paar heftigere Kontraktionen, aber wieder nix Aufregendes  …
Dienstag, 7. Juli (ET+3):
Die Nacht war schwül und heiß, ein Hubschraubereinsatz auf der gegenüber liegenden Straßenseite hat uns aufgeweckt und die Schmerzen in der Hüfte sind wieder da. Aber keine Wehen.
Und weil es heute noch heißer wird fahren wir wieder zum Badeteich. Der Tag ist wirklich schön, auch wenn wir diesmal keine Bank, sondern nur Mia’s Schemel haben. Gegen Abend tut mir aber trotzdem jeder Knochen weh vom
harten sitzen und ich bin froh, als wir nach Hause fahren.
Schon beim Zusammenpacken wird neu Bauch immer wieder schmerzhaft hart. Wie immer aber sehr unregelmäßig …
Als ich mit Mia schwanger war, hatte ich um diese Zeit schon alle drei Minuten Wehen ….
Mal schauen, wie lang sich Klein-Konstantin noch Zeit lässt. Morgen muss ich jedenfalls zur Kontrolle ins Spital …