In letzter Zeit werde ich das Gefühl nicht los, Mia zu wenig Aufmerksamkeit widmen zu können. Das tut mir so leid, ich möchte sie nicht vernachlässigen.
Aber ich schaffe es momentan einfach nicht, ihr gerecht zu werden. Ich kann nicht mehr stundenlang am Boden herumkraxeln, mich zum niedrigen Couchtisch hocken und mit ihr malen, oder stundenlang in der Küche stehen und Kekse backen.
Am Spielplatz kann ich sie nicht mehr ewig an der Schaukel anstossen, mit ihr die Rutsche runtersausen, hunderte Sandkuchen backen oder „nachfangen“ spielen, wenn grade kein anderes Kind da ist. Der Bauch ist einfach zu groß und unhandlich geworden (108cm Umfang brauchen einfach ihren Platz …)

Dafür wird nun ausgiebig gekuschelt, wir lesen Geschichten vor oder basteln an ihrem Schreibtisch.
Für mein bewegungshungriges Kind ist das aber zum Teil sehr unbefriedigend. Am Wochenende übernimmt der beste Ehemann und Papa von allen zwar den aktiven Part, aber auch er braucht eine Auszeit und kann nicht den ganzen Tag über herumtollen.
Der Effekt ist, dass Mia grade extrem klammert. Jede Trennung, und wenn es noch so kurz ist, kann schnell in einem Drama enden. Nachts kuscheln wir jetzt wieder oft und untertags bleibt sie immer in meiner Nähe.
Ich wage kaum, mir vorzustellen wie das wird, wenn ihr kleiner Bruder erst einmal hier ist …
Andrea