Einmal im Jahr veranstaltet unser Kindergarten einen Ausflug, bei dem die Teilnahme der Eltern ausdrücklich erwünscht sind. (Sonst werden wir Eltern nicht mitgenommen, um die Selbständigkeit der Kinder zu fördern.)
Dieses Jahr sind wir im Lainzer Tiergarten gewesen – vom Lainzer Tor bis zum Rohrhaus. Das sind immerhin zehn Kilometer, und mindestens fünf davon bergauf!
Schon in den paar Wochen davor haben sich die Erzieherinnen ein paar Gedanken gemacht, ob ich das mit meiner Riesen-Murmel auch schaffe. Oder scherzhaft gemeint, sie hätten sowieso erst kürzlich einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht, fall sich der Kleine schon beim Ausflug auf den Weg machen würde. Zum Glück hat der beste Ehemann und Papa von allen an diesem Tag frei bekommen und konnte mitkommen.

Um kurz nach acht haben M. und sein Tate bei uns geklingelt, die sind nämlich mit uns mitgefahren. Obwohl wir im Stau gestanden sind, haben sich die beiden Kinder blendend unterhalten – das war zu einem großen Teil der Verdienst vom M’s Tate.

Das Wetter war schon den ganzen Morgen sehr abwechslungsreich: gleich beim Aufwachen hat es geschüttet, kurz später die Sonne gescheint … bei unserer Ankunft am Parkplatz hat es fürchterlich zu schütten begonnen. Für zehn Minuten ist die Welt untergegangen, dann ist es langsam besser geworden und wir sind doch noch losgegangen. Immerhin hat uns der Platzregen zwei Stunden auf dem Spielplatz fünfzig Meter hinter dem Eingang erspart.

Vorbei an der (gerade in Renovierung befindlichen) Hermesvilla ging es über einen Forstweg zum Rohrhaus. Innerhalb kürzester Zeit waren wir – gemeinsam mit M. – die Letzten in der Gruppe. Das war uns aber ganz recht, ich genieße gerne meinen Weg.

Blöderweise haben wir Mia’s Schnuller vergessen und so war die Krise vorprogrammiert. Da war ich das erste Mal richtig dankbar, dass der beste Ehemann und Papa von allen dabei war – er konnte unser kleines Mädchen hochnehmen und ein Stück tragen, bis sie sich ein wenig beruhigt hatte. Und: er hatte Kaugummi dabei. Das hat die Situation gerettet und kurze Zeit später hat die Maus schon wieder lustig mit M. gespielt.

Die zwei Stunden, die wir uns am Spielplatz „erspart“ haben, habe ich wirklich gebraucht – der Weg ist teilweise recht steil und ich schnell aus der Puste. Erst, als die anderen Kinder schon im Rohrhaus angekommen waren und ihr Essen schon ausgeteilt bekamen, sind auch wir angekommen. (Zu essen hat Mia natürlich trotzdem bekommen.)

Nach dem Essen ist Mia mit den anderen Kindern zum angeschlossenen Spielplatz gegangen, bis auch wir Eltern fertig waren.
Danach haben wir noch eine ganze Zeit dort verbracht, bevor wir langsam wieder aufgebrochen sind. Gerade, als wir gehen wollten, ist Mia richtig schlimm gestürzt. Ohne Schnuller war das natürlich eine riesige Katastrophe. Der beste Ehemann und Papa von allen „durfte“ die Maus daraufhin den ganzen Weg zum Auto tragen.
Es hat nicht lange gedauert, dann haben uns die anderen schon wieder eingeholt und wir waren wieder die Letzten 🙂 Auch, weil Mia unterwegs einen Blumenstrauss gepflückt hat, oder pflücken hat lassen.

Alles in allem war der Ausflug wirklich schön und ich bin wirklich froh und dankbar, dass der beste Ehemann und Papa von allen dabei war.
Die zehn Kilometer aber waren eine echte Herausforderung für mich.

Immer noch erschöpft,
Andrea