Die unendliche Geschichte geht weiter!

Aber es scheint, als würde nun doch noch alles gut. Seit ich ihr nämlich zum ersten Mal versprochen habe, sie um eine Stunde früher abzuholen, geht sie jeden Tag ein bisschen fröhlicher hin.
Dass ihre zwei besten Freunde schon um zwei Uhr abgeholt werden, sie aber noch eine ganze Stunde abwarten musste, war wohl etwas zu viel verlangt von ihr.
Nun aber dürfen alle drei Kinder gleichzeitig nach Hause gehen. Wir treffen uns meist in der Garderobe, da toben die drei noch ein bisschen herum, oder machen sich noch ein Treffen für den Nachmittag aus – sofern sie das noch nicht beim gemeinsamen Spielen im Garten erledigt haben.
Mia fragt zwar nach wie vor jeden Morgen beim Aufstehen „Was für ein Tag ist heute?“, aber wenn ich ihr sage, dass ein Kindergarten-Tag ist, gibt es kein verzweifeltes Weinen mehr. Letzte Woche hab ich sogar ein „Juhu!“ zu hören bekommen!
Ein bisschen trödelt sie dann zwar noch herum, aber meistens schaffen wir es, vor halb neun im Kindergarten zu sein. Einzig das in-die-Gruppe-gehen kostet sie dann doch ein wenig Überwindung – die „Tante“ holt sie dann ganz lieb von der Tür ab – aber heute ist sie zum ersten Mal alleine hineingegangen und hat mir und dem besten Ehemann und Papa von allen dann noch fröhlich gewinkt.
Das ist wie eine Erlösung für mich! Es ist so schön zu sehen, dass sie sich im Kindergarten wohl fühlt. Denn auch, wenn ich jetzt offiziell im Mutterschutz bin, kann ich sie doch nicht den ganzen Tag so beschäftigen, wie das im Kindergarten möglich ist. Ich kann (und will) einerseits ihre Freunde nicht ersetzen, mit denen sie ganz anders spielen kann als mit uns Erwachsenen. Andererseits bin ich auch schon viel zu behäbig und komme viel zu schnell ausser Atem, um ihr wirklich ein Ganztagesprogramm bieten zu können.
Und so geniesse ich es, ohne schlechtes Gewissen einen freien Vormittag zu haben 🙂
Andrea