behauptet meine Große zumindest immer wieder 🙂

Als ich Mia auf die Welt brachte, war ich gerade noch dreißig. Auch nicht das, was man als „junge Mutter“ bezeichnet, aber auch noch nicht „richtig alt“.
„Richtig alt“ fühle ich ich jetzt, mit fast fünfunddreißig, auch noch nicht. Trotzdem gehöre ich eigentlich schon zu den „spätberufenen“ Mamas.
Ob das jetzt richtig war, „erst“ mit dreißig oder gar mit fünfunddreißig ein Kind zu bekommen, kann ich so gar nicht beantworten. – Ich weiß ja nicht, wie ich mit sechzehn damit umgegangen wäre, hätte ich damals ein Kind bekommen.
Sicherlich bin ich heute aber viel gelassener oder „reifer“. Ich lasse mir nicht mehr so viel drein reden (auch wenn ich mit Mia noch sehr unsicher war), kann mir Meinungen anhören und filtere das für mich heraus, was mir passend und richtig erscheint. Ich kann Mia viel von der Welt zeigen, so wie ich sie im Biologie-Studium kennen gelernt haben und bin immer wieder froh und ein bisschen stolz auf mich, wenn ich ihre Fragen beantworten kann.
Mir geht nichts ab, seit Mia auf die Welt gekommen ist (ich war auch nie ein Partylöwe), vielmehr ist etwas dazugekommen: ich hab noch nie so viel Liebe geschenkt und geschenkt bekommen!
Mit sechzehn oder zwanzig hätte ich vieles davon noch nicht gewusst, vieles zu ernst genommen, wäre manchmal aber vermutlich auch flexibler gewesen.
Ich kenne Paare, die sehr jung das erst Kind bekommen haben, und sehr gut mit dieser Rolle zurecht kommen.
Und ich kenne Paare, die beim ersten Kind schon um einiges älter waren als ich und ebenfalls wunderbare, aktive Eltern sind.
Ich glaube, man kann es einfach nicht am Alter festmachen, ob junge Eltern besser oder schlechter sind als alte. Die Einstellung zum Eltern-Werden und der Umgang mit dem Kind sind viel wichtiger als das Alter.
Mehr Gedanken zum Thema „junge Eltern, alte Eltern – gute Eltern, schlechte Eltern?“ findet ihr bei Hanna von „sie ist schwanger„.
Andrea