Zum Abschied in den Mutterschutz hab ich von einer lieben Arbeitskollegin ein Sackerl mit zwei Päckchen bekommen. Eines davon war nur für Mia – mit vier Büchern drin, die wir natürlich sofort gelesen haben. Jedes endet mit ein paar Vorschlägen, was man mit den Materialien, die man auf der Wiese, im Wald, im Bach findet, basteln kann.

Von einem Vorschlag war Mia besonders begeistert: Blätter sammeln, anpinseln und damit drucken. Am Samstag hat sie dann in Oslip jede Menge verschiedener Blätter gesammelt. In einem Sackerl im Kühlschrank gelagert haben sie bis heute ausgehalten.
Heute war nämlich „endlich“ schlechtes Wetter, so dass wir Programm für Drinnen gebraucht haben. Auch Mia’s bester Freund M. war sofort begeistert, als ich von der Idee erzählt habe, T-Shirts damit zu bedrucken.

Einige Vorbereitungen waren schon nötig: den Teppich wegräumen, den Parkettboden mit Plastik (Mistsackerln) schützen und den Kindern altes Gewand bzw. „Schutzanzüge“ (ein altes Leiberl vom beste Ehemann und Papa von allen) anziehen.
In der Zwischenzeit haben die Kinder die Farben geschüttelt und jede Menge Pinsel hergeräumt. Ausserdem haben sie sich schon einmal die Blätter ausgesucht, die auf’s Leiberl durften. Dabei waren die beiden sehr friedlich – kein Streit um irgendein bestimmtes Blatt, das wir nur einmal hatten.

Und dann ging’s los: einen Karton ins Leiberl schieben, damit die Farbe nicht auf die Rückseite durchgeht, ein Blatt und eine Farbe aussuchen und auf einem Pappteller ordentlich einfärben.
Dann vorsichtig auf’s Leiberl legen, mit einem Blatt Küchenrolle bedecken und mit einer Schaumgummi-Walze vorsichtig festdrücken.
Das Blatt Küchenrolle deshalb, weil die Farbe ja nicht nur auf einer Seite bleibt, sondern auch den Rest des Blattes anfärbt – dann wird die Walze schmutzig und es gibt Farbstreifen, wo keine sein sollten.

Die beiden (und natürlich auch wir zwei Mamas) waren eifrig bei der Sache.

Zum Schluss haben wir noch dazugeschrieben, welche Blätter wir denn da eigentlich verwendet haben. Dann wird alles festgebügelt und fertig ist das neue (Klugscheisser-)T-Shirt!

Ein paar Tips noch zum Schluß:
Die Blätter am besten etwas liegen lassen, sodass sie ein bisschen lätschert (schlapp) werden – dann tut ihr euch leichter beim Drucken.
Der Druck wird schöner, wenn ihr die Blattunterseite einfärbt – das gibt der ganzen Sache mehr Kontur.
Dickflüssige Farbe streicht die Blattadern noch besser heraus als dünnflüssige – die klebt nämlich auch zwischen den Adern sehr gut. Allerdings hat beides seinen Reiz …

Viel Spass!
Andrea