Das war sie also: meine erste Woche daheim! Da hat es so einige Glücksmomente gegeben (auch, wenn Mia mich zwischendurch auf die Palme bringt):

Am Montag war traumhaftes Wetter – ich hab mich am Vormittag mit einem Buch (!!!) auf unseren Balkon gesetzt.
Und  Mia war in Kindergarten im Garten und hat sich gleich für den Nachmittag mit ihrer Freundin S. (die geht in die Nachbargruppe) verabredet: zuerst zum Spielplatz, danach Kuchen backen bei uns.
Die zwei Mädels waren wieder einmal sehr herzig und haben sehr süß miteinander geknuddelt!
Den fertigen Kuchen haben wir dann aber bringen müssen, weil S. bald wieder heim wollte zu ihrem kleinen Brüderchen.
Am Dienstag hat dann der Opa die Prinzessin geholt und ist mir ihr ins Schwimmbad gegangen. Die kleine Wasserratte war gar nicht mehr dazu zu bewegen, wieder an Land zu kommen!
Sogar „allein“ geschwommen ist sie und am Schluss sogar ein bisschen getaucht – unfreiwillig zwar, aber ohne Weinen.
Ich hab inzwischen ein paar Arzttermine erledigen können: wir sind beide pumperlg’sund!
Am Mittwoch ist es mir kreislaufbedingt nicht gut gegangen. Sogar der Weg in den Kindergarten war zu anstrengend.
Zum Glück hat sich das bald gebessert und hab ich es zu Mittag in die Stadt geschafft, um mit ein paar Freunden Eis essen zu gehen. Es war ein so entspanntes und witziges Treffen, dass ich beinahe die Zeit vergessen habe.
Dank S‘ Mama, bei der wir den Nachmittag verbringen durften, war auch der wunderbar! Die beiden Mädels haben sich sehr lieb miteinander gespielt (zumindest meistens) und ich hatte Zeit, mich mit meiner Freundin zu unterhalten und ab und zu auch mal Baby J. zu halten (ohhh, ist der süß!!)

Außerdem hab ich festgestellt, dass ich nur noch einige wenige Dinge vorbereiten muss, bevor Konstantin ankommt – ein tolles Gefühl!

Am Donnerstag hab ich am Vormittag einen Spaziergang mit meiner Lieblingsfreundin gemacht – ganz ohne Kinder, ein Traum: in unserem Tempo, mit unseren Themen zum Tratschen (auch, wenn’s auch um die lieben Kleinen ging) und ohne von einem „Maamaaaaa!“ unterbrochen zu werden.
Am Nachmittag wollte Mia noch mit S. zum Spielplatz, war aber vom Schwimmen so müde, dass sie nach einem ordentlichen Sturz bald heim gehen wollte. Wir sind dann doch lieber zur Lieblingsfreundin/ Mia’s bestem Freund M. auf Besuch gegangen. Es war ein richtig entspannter Nachmittag mit wenig Streit und gutem Abendessen 🙂
Freitag war ein Feiertag, an dem auch der beste Ehemann und Papa von allen frei hatte. Wir haben nach dem Mittagessen die Räder aufs Auto geschnallt und sind in den Garten gefahren. Wir haben nur eine kleine Runde mit dem Rad gedreht und sind ein kleines Stückerl gelaufen, es war einfach schön!
(Ja, ich weiß, dass ich schwanger bin. Und dass Radfahren auch gefährlich sein kann. Trotzdem hab ich es genossen, ein wenig mobil zu sein – auf Feldwegen und in Begleitung …)

Schon auf dem Weg in den Garten sind wir unterwegs stehen geblieben und haben die ersten (beinahe) heimischen Erdbeeren gekauft. (Beinahe deshalb, weil das Burgenland ja bis 1920 zu Ungarn gehörte und die Erdbeeren von dort gekommen sind.) Die haben wir nachher genüsslich verputzt.
Seit die Hütte Strom hat, ist auch das Abendessen-Herrichten viel einfacher geworden – Mia’s obligatorische Nudeln sind in null-komma-nix fertig.

Auch am Samstag waren wir wieder im Garten. Allerdings erst nach unserem Wocheneinkauf, bei dem Mia diesmal auch neue Schuhe – eigentlich Sandalen – abgestaubt hat. Das hat auch nur eineinhalb Stunden gedauert, in denen wir sämtliche Schuhe in den Größen achtundzwanzig bis dreissig in diversen Farben (auch türkis und schwarz!) anprobiert haben.
Und diesmal hat der Opa eine Überraschung gehabt: ein Trampolin! Mia liebt Trampolin-Springen, seit wir im Sommer vor zwei Jahren in den Kittenberger Gärten auf einem gesprungen sind.
Den Aufbau konnte sie kaum erwarten, sie hat mitgeholfen, so gut sie konnte. Und als es nicht mehr ging, haben wir in der Sandkiste herumgegatscht!
Als es endlich fertig war, ist sie mit dem besten Ehemann und Papa von allen gehüpft und gesprungen und darauf herumgetollt, bis es so finster war, dass man die Hand vor Augen noch mehr sehen konnte.
Erst auf das Versprechen hin, am Sonntag wieder zu kommen, ist sie ins Auto gestiegen und nach nur wenigen Minuten eingeschlafen.
Sonntag früh war ihre erste Frage dann auch tatsächlich, ob wir wirklich in den Garten zum Trampolin fahren würden.
Nach einem Mittagessen haben wir uns dann trotz schlechten Wetters (bzw Kreislaufs) auf den Weg gemacht.
Diesmal ist sie nicht mal zum Essen aus dem Ding geklettert und zum Nach-Hause-Fahren haben wir all unsere Überredungskünste benutzen müssen (und trotzdem ist es nicht ganz ohne Tränen gegangen …). 
Ich habe diesen Tag zumeist sitzend und ohne mein Kind verbracht – mein Kreislauf war permanent im Keller. Das war anstrengend und ziemlich nervig (ich kann es nicht leiden, zum Nichts-Tun verdonnert zu sein.) aber es ist auch mal schön zu hören und zu sehen, wie viel Spaß der beste Ehemann und Papa von allen und die Große miteinander haben. Außerdem hab ich jede Menge Busserl und Schmatzer bekommen, wenn sie mich mal genug vermisst hat, um aus ihren Trampolin zu kraxeln 🙂
 
Alles in allem war das eine richtig tolle Woche!

Mehr Glücksmomente findet ihr bei Pia von „Bis einer heult!“.
Andrea