Heute morgen ist Mia früh genug aufgewacht, um dem besten Ehemann und Papa von allen noch zu sehen und zu verabschieden.

Anschließend durfte ich ihr erzählen, dass sie nächste und übernächste Woche einen Ausflug mit dem Kindergarten machen würden. Das hat sie einerseits ein bisschen positiver an den Kindergarten herangehen lassen, andererseits war sie ein wenig verunsichert, weil sie sich nicht daran erinnern konnte, jemals in der Mannersdorfer Wüste gewesen zu sein. Wir haben – eigentlich hat Mia – beschlossen, die Erinnerungen aufzufrischen und heute dorthin zu fahren.
Gleich nach dem Frühstück habe ich also etwas zu Essen eingepackt und wir sind losgefahren. Zuerst mussten wir allerdings noch zur Gemüsefrau: Karotten und Gurken „tanken“. Um halb zwölf sind wir dann wirklich auf dem Weg gewesen – kurz nach Schwechat hat Mia eingeschlafen und ein kurzes Nickerchen gemacht. Das war mir eigentlich recht – wir würden einige Zeit unterwegs sein und ich kann sie nun einmal nicht mehr tragen.
Nach dem Aufwachen haben wir erst einmal ein Auto-Picknick veranstaltet. Danach konnte es losgehen. Die vielen Blumen haben es ihr sofort angetan, aber wir haben uns darauf geeinigt, dass wir erst am Rückweg einen Blumenstrauss pflücken würden. Dafür habe ich ihr gleich einen Wanderstock organisiert.
Am Weg durch die Wüste zum Kloster Sankt Anna haben wir jede Menge Kleinigkeiten entdeckt – von Ameisen über Glitzersteine bis zu verschiedenen Pflanzen. Aber schon nach einer halben Stunde haben wir die Lindenallee erreicht und der Spielplatz war in Sichtweite. Dort haben wir uns die nächsten beiden Stunden aufgehalten. Das ganze Kloster wird zur Zeit renoviert – es soll zum Besucher-Zentrum des Naturparks umgewandelt werden. Im Zuge dessen wurde auch der Spielplatz neu gestaltet:

Im Sommer wird zusätzlich gegenüber noch ein Wasserspielplatz eröffnet.

Nachdem aber immer mehr Kinder den Spielplatz bevölkerten, sind wir nach einer kleinen Jause weitergezogen: direkt dahinter sind verschiedene Haustiere daheim: Ziegen, Rinder, Schweine, Pferde, Enten und Gänse und eine ganze Hühnerschar. Der Rundweg um die Gehege dauert ohne Kind etwa eine viertel Stunde – mit Mia war ich etwa dreimal so lange unterwegs. Dabei haben wir aber die Ziegen mit Gänseblümchen und die Schottischen Langhornrinder mit Veilchen und Buschwindröschen gefüttert.

Ausserdem haben wir einen grossen Blumenstrauss gepflückt – den wir am Heimweg noch vergrößert haben 🙂

Insgesamt waren wir über vier Stunden unterwegs und haben fast sechs Kilometer zurückgelegt! Ich bin echt stolz auf meine Grosse, die so tüchtig unterwegs war.

Andrea