Wie schon auf’s Christkind, so freut sich Mia schon seit längerem auf den Osterhasen. Im Kindergarten haben sie schon seit einigen Wochen Lieder geübt (zum Beispiel Stubs, der kleine Osterhase) und hübsche Dinge gebastelt, ein Osterei, beispielsweise, das jetzt bei uns am Osterbäumchen hängt.

Sie wollte unbedingt auch daheim Ostereier anmalen. Also haben wir nach der Arbeit bei „unserer Gemüsefrau“ weisse Eier und rote Rüben besorgt.

Die hab ich zuhause ein Stücke geschnitten und ordentlich ausgekocht. Und weil sie schon so ungeduldig war haben wir gleich die Hälfte der Eier – mit einem Blatt ausgestattet und in einen alten Strumpf gepackt – in der rote Brühe gekocht und gleich über Nacht darin liegen lassen.

Leider war das Ergebnis ganz und gar nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe – obwohl ich extra in der Apotheke Alaun besorgt (und auch benutzt) habe:

Die hübsch gefärbten habe ich am Karfreitag mit Zwiebelschalen gefärbt.
Das geht wirklich einfach: über’s Jahr die Zwiebelschalen sammeln und dann in kleinere Stückerl zerbröseln. Die Stückerl werden in eine alte Strumpfhose gefüllt, das ungekochte Ei in die Mitte gepackt und der Strumpf gut festgezogen, damit die zerbröckelten Schalen überall gut anliegen. Dann einen guten Knopf machen und so oft wiederholen, wie ihr Eier habt. Das ganze Gebilde dann in reichlich Wasser mit einem Schuss Essig und eventuell Alaun kochen, bis die Eier hart sind (Essig und Alaun machen die Eierschalen aufnahmefähiger und die Farbe haltbarer).
Eine noch bessere Färbung erhält man, wenn man noch zusätzliche Zwiebelschalen, Rotwein oder Schwarztee zum Wasser gibt.
Und mit roten Zwiebelschalen kann man noch hübsche Effekte erzielen.
Am Schluss hab ich alle Eier noch mit Pflanzenöl eingerieben, damit sie schön glänzen. Das muss man nach einiger Zeit wiederholen, weil das Öl ein bisschen einzieht.

Die restlichen weissen Eier haben wir am nächsten Tag mit „fertigen“ Farben gefärbt. Auch hier war das Ergebnis nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe – einzig die blaue Farbe war wirklich effektiv. Allerdings haben wir die rote-Rüben-Eier vom Gründonnerstag benutzt – vielleicht hat das etwas bewirkt.

Den Ostersonntag konnte sie dann kaum erwarten – nicht einmal einschlafen konnte sie am Abend davor! Dafür war sie am Sonntag richtig geduldig. Erst um acht Uhr ist sie aufgewacht und hat noch fast eine ganze Stunde mit uns gekuschelt und geblödelt.
Dann aber mussten wir unbedingt nachschau’n gehen, ob der Osterhase unser kleines Mädchen auch sicher nicht vergessen hat:

Das Spiel mussten wir natürlich gleich ausprobieren – hat richtig Spaß gemacht!

Und auch den Ball haben wir gleich in den Hof gebracht und gleich ordentlich eingeweiht.
Am Nachmittag haben wir mit Oma ihren Geburtstag gefeiert – zuerst noch mehr Osterhasen-Geschenke (ein cooles rosa Einkaufskörberl und ein Engel – und nicht zu vergessen, ein paar Süßigkeiten), dann Pizzaessen und ein Spaziergang durch den Schlosspark und auf die Gloriette – zur Doppelschaukel!
Das wirklich coole an der Schaukel ist, dass beide an einer gemeinsamen Quer-Kette aufgehängt sind.  Das gibt einen witzigen Effekt beim Schaukeln.
Nach dem Tag war Mia so müde, dass sie schon beim Heimfahren tief und fest eingeschlafen ist – und ich geh jetzt auch schlafen: gute Nacht!
Andrea