Mia’s beste Freundin wohnt nur ein paar Stockwerke über uns. Klar, dass wir uns oft gegenseitig besucht haben. Und in letzter Zeit ist Mia auch des Öfteren allein bei S. geblieben.

Seit fast zwei Wochen hat S. nun einen kleinen Bruder. Da ist es natürlich für die Eltern nicht so angenehm, wenn wir auf „ausdauernden“ Besuch kommen.
Das schöne Wetter hat den beiden Mädels aber in die Hände gespielt – sie konnten sich bequem an Spielplatz treffen.
Das hat den zweien aber irgendwie nicht gereicht: S. wollte uns unbedingt besuchen kommen – und unbedingt allein.
Es ist ja wirklich schwer, zwei so herzigen Mädls eine Bitte abzuschlagen, wenn sie mit großen Augen „Biiiiiitteeee!“ sagen. Außerdem sind die zwei zusammen oft pflegeleichter, als sie es einzeln wären. Und so hatte ich in den letzten paar Tagen ab ab und zu die Möglichkeit auszuprobieren, wie es denn mit zwei Kindern so ist.
Die beiden waren sensationell brav: sie haben sich nach einer kurzen „Auftau-Phase“ in Mia’s Zimmer verzogen und bis auf ein gelegentliches „Mama, wir brauchen …“ oder „Mama, dürfen wir …“ hab ich nur wenig von den beiden gehört.
Ab und zu ist eine der beiden aufgetaucht um zu sehen, ob ich eh noch da bin, ab und zu bin ich aufgetaucht um zu sehen, ob eh noch alles in Ordnung ist.
Und vor dem Abendessen ist S. dann wieder nach Hause gegangen.
Es war wirklich schön zu sehen, wie friedlich die beiden miteinander spielen. Selbst kleine Konflikte haben sie alleine gelöst. (Am Spielplatz war meist M. der Vermittler, da haben sie sich wohl was abgeschaut … Auch sein stoisches „Is mir egal, wenn du schneller bist!“ höre ich in letzter Zeit häufiger von Mia – gut, um Streit zu vermeiden!)
Dass das mit ihrem kleinen Bruder vermutlich ganz anders ablaufen wird, ist mir bewusst. Die Hoffnung stirbt aber auch in diesem Fall zuletzt 😉
Andrea