Es ist wieder so weit: eine ganze Woche ist vorüber und wir sammeln wieder Glücksmomente. Diese Sammlung von glücklichen Momenten ist mir mittlerweile sehr lieb geworden – generell bleiben ja eher die unangenehmen Momente im Gedächtnis. So tut es richtig gut, sich bewusst zu machen, wann ich in der vergangenen Woche glücklich und zufrieden war. Also los:

Gleich am Montag hat mich Mia wieder einmal überrascht: beim Abholen vom Kindergarten hat sie mir ein Bild präsentiert – nicht für mich oder den besten Ehemann und Papa von allen, sondern für ihren kleinen Bruder! Das hat mich wirklich sehr gerührt. Ich wünsche mir nichts mehr, als dass die beiden (später einmal) ein gutes Team werden, sich gut verstehen und sich im besten Fall auch mal gegen uns verbünden.

Am Dienstagnachmittag war dann Mia’s Lieblingsfreundin S. bei uns. Die beiden Mädels haben sich so herzig miteinander gespielt. Irgendwann haben sie sich zu zweit auf Mia’s Sessel gequetscht und miteinander gekuschelt. Dabei hat mir Mia erzählt, sie „mag mal die S. heiraten!“ Wirklich überrascht  hat mich das nicht, dafür aber dann das hier: „Aber zuerst mag ich mit einem Buben heiraten.“ Auf meinen Vorschlag, sie könnten ja jeweils den Bruder der anderen heiraten, hab ich das gehört (und zwar von beiden): „Nein, das mach‘ ich nicht! Ich will mit meinem Bruder heiraten!“ Und jetzt sagt mir mal: wie soll man dabei ernst bleiben!

Das Mittwochs-Highlight war das wunderschöne Wetter. Wir haben den Nachmittag hinterm Haus auf der Wiese verbracht.
Der Vormittag war weniger erfreulich: ich „durfte“ endlich zum Glucose-Toleranz-Test. Also ohne Frühstück ausser Haus gehen (das ist echt furchtbar für mich!), 25 Minuten ins Labor fahren (öffentlich, zum Glück), dort gleich einmal zur Blutabnahme, dann einen halben Liter Zuckerwasser auf nüchternen Magen (uags!!) und gleich noch einmal einen Bluttest. Nachdem ich beim letzten Mal in Mia’s Schwangerschaft beinahe ohnmächtig wurde, durfte ich mich diesmal gleich hinlegen. Nach einer Stunde wurde mir noch einmal Blut abgenommen, und ich durfte eine weitere Stunde warten, bevor mir ein letztes Mal Blut abgenommen wurde.
Das Gefühl, dass ich das jetzt hinter mir habe, ist wirklich gut – dieser blöde Test ist mir ziemlich im Magen gelegen, vor allem, da ich bestimmt weiß, dass ich eher ein Problem mit zu wenig Zucker habe. Und tatsächlich: am nächsten Tag waren die Ergebnisse schon da – negativ, wie zu erwarten.

Am Donnerstag konnte ich mit meiner Prinzessin endlich mal in die Gärtnerei! Ich hab mir schon länger überlegt, wie wir den Balkon dieses Jahr gestalten könnten, sodass wir ein bisschen weniger Arbeit damit hätten und es trotzdem hübsch aussieht. Und so hab ich eine Efeu-Pflanze für unser Rankgitter zum linken Nachbarn gekauft, in der Hoffnung, dass die den Wind aushält und gleichzeitig die Wand begrünt. Ausserdem durften ein paar Kräuter für die gegenüberliegende Wand mitkommen (den Oregano und den Schnittlauch hab ich über den Winter bringen können; den Basilikum erwartungsgemäß nicht – neu dazugekommen sind Thymian, Salbei und Minze). Ausserdem ein paar Hauswurzen, Mauerpfeffer und Steinbrechs für die Balkonkisterln.

Auch am Freitag-Nachmittag haben wir die Wiese hinterm Haus unsicher gemacht – diesmal mit S. und M. mit dem Mia übrigens wieder spielt, als wäre nichts gewesen.
Es war einfach nur toll! Endlich war es warm genug um ohne dicke Jacke, dicken Schal und dicke Haube hinauszugehen um spätestens nach 20 Minuten frierend wieder nach Drinnen zu verschwinden! Diesmal hat uns sogar der beste Ehemann und Papa von allen begleitet, der zwar nicht ganz fit war, dem die warme Sonne aber auch gut getan hat.

Das Wochenende haben wir wieder im Garten verbracht – das Wetter war super! Wir konnten unser Beet vom Vorjahr wieder herrichten – der beste Ehemann und Papa von allen hat den Teil umgegraben, in dem wir letztes Jahr das Gemüse gepflanzt hatten, ich habe den anderen Part von dürren Ästen, den verblühten Blumen und dem restlichen Laub befreit. Am Sonntag konnten wir dann dorthin die Primeln, die sich Mia in der Gärtnerei ausgesucht hat, einsetzen.
Ausserdem haben der beste Ehemann und Papa von allen und ich mit Mia das Auto komplett gewaschen, gesaugt und poliert – mal abgesehen von den paar kleinen Schrammen im Innenraum und dem kleinen Blechschaden an der Beifahrertür sieht es jetzt wieder wie neu aus 😉

Unsere Woche war mit überraschend vielen Glücksmomenten durchsetzt. Jetzt, wo ich sie aufgeschrieben habe, fällt mir erst auf, dass es so viele davon gegeben hat!

alles Liebe!
Andrea