Mia’s beste Freundin wohnt in der gleichen Stiege wie wir – ein paar Stöcke höher. Ihre Mama parkt fast genau hinter uns. So haben wir uns immer wieder und ziemlich bald schon nach der Geburt der beiden (S. ist nur drei Monate jünger als Mia) getroffen. Wirklich kennen gelernt haben wir uns aber erst, als die beiden Mädels beschlossen haben, dass sie Freundinnen sind.

Seither treffen wir uns regelmäßig – am Spielplatz hinterm Haus, im/ vor/ nach dem Kindergarten, bei uns oder bei S. zuhause.
Das Sich-Trennen-Müssen fällt den beiden immer wieder schwer. Und so hat sie mich immer wieder angebettelt, noch ein bisschen länger bleiben zu dürfen, auch wenn ich schon gehen musste.

Eines Tages hat S.‘ Mama dann vorgeschlagen, Mia dürfte gerne noch ein bisschen bleiben, zwei Folgen „Petterson und Findus“ lang, dann würden sie sie heimbringen. Mia war zuerst ein bisschen skeptisch, wollte es aber unbedingt versuchen – daheim war ja nie weit weg.
Zwanzig Minuten später war unsere Miezekatze wieder daheim – und unglaublich stolz auf sich.

Vor ein paar Wochen durfte sie wieder ein bisschen länger bleiben. Und diesmal hat S. sie nach Hause gebracht! Ihre Eltern haben sie gemeinsam in den Aufzug gestellt, Mia durfte den „Nach-Hause-Knopf“ drücken und kurz später konnte ich sie in Empfang nehmen. Wir haben S. noch zugeschaut, wie sie ihren  „Nach-Hause-Knopf“ gedrückt hat und gewartet, bis sie wieder wohlbehalten bei ihren Eltern angelangt war.
Beide Mädchen waren unglaublich stolz auf sich!

Am Wochenende hat Mia sich dann gewünscht, dass S. einmal alleine zu uns kommen würde, und dass sie ihre Freundin dann nach Hause bringen dürfte.
Heute haben wir’s dann geschafft: nach unserer mittwochs-Verabredung zum Spielen in unserem Kinderspielraum ist S. noch kurz mit zu uns gekommen, um die Cupcakes vom Wochenende zu verzieren. Und danach hat Mia ihre Freundin heim gebracht.
Beide Mädchen waren glücklich.

Es ist unglaublich zu sehen, wie schnell mein Baby groß wird! Sie ist schon so selbständig und wird jeden Tag mutiger!
Ich bin richtig stolz auf sie.

Andrea