Gestern war das „Abschlussfest“ im Kindergarten. Ganze zwei Jahre geht unsere kleine große Maus jetzt also dorthin. Wie ihr wisst nicht immer gern. Naja, meistens eher nicht.

Aber gewachsen ist sie daran – und wir auch!
Und im Herbst – da kommt sie schon in den „großen“ Kindergarten. Gester durfte sie sich schon ihr Symbol aussuchen, das sie durch den Kindergarten begleiten wird. Ratet mal, was sie gewählt hat! Richtig: einen Schmetterlig! Und nach der Feier haben wir auch erfahren, wer ihre Betreuerin sein wird (wir bekommen eine Neue – die fängt erst im Herbst an), dass sie in der „Fühlmäuse“-Gruppe sein werden, und dass zwar ihr bester Freund M. mit ihr in die gleiche Gruppe kommt, aber weder ihre derzeit beste Kindergartenfreundin, noch ihre liebste Freundin, S. Immerhin kommen neben M. auch noch zwei ihrer Spielkameraden aus der Schäfchengruppe mit und ein paar Kinder aus der Dschungelgruppe. 

Wenn wir jetzt am Kindergarten vorbeigehen und in den Garten schauen, sagt sie uns, dass sie sich auf den Kindergarten schon freut. Das ist gut, denn die Umstellung wird sicher nicht ganz einfach:
– statt 15 Kindern sind dann 25 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in einer Gruppe
– statt zwei Betreuerinnen wird es dann nur noch eine geben, nur zum Essen kommt eine zweite
– die Kinder müssen viel selbständiger sein (das macht ihr aber sicher Spaß).

Schon jetzt darf sie mit den großen Kindern ab und zu auf Ausflüge mitkommen, damit sie sich schon mal daran gewöhnen kann. Und im Sommer wird sie immer wieder die Gruppe besuchen, dort zu Mittag essen oder den Vormittag dort verbringen.
Aber auch zuhause merken wir immer wieder, wie groß Mia schon geworden ist. Ihr Wortschatz ist enorm: letztens hat sie Blumen aus dem Balkonkisterl gepflückt und, als sie dafür gerügt worden ist, gemeint: „die Mama toleriert das“ (stimmt, das tut sie). Aber manchmal hat sie noch eine eigene Grammatik: „ich hab dem Papa das Buch gebrungen!“ (statt gebracht). „Bitte“ und „Danke“ sagt sie ebenso selbstverständlich wie „ich will …“.

Sie macht sich über alles die erstaunlichsten Gedanken. Zum Beispiel haben wir beim Besuch im Museum die Dinosaurier angeschaut und dabei eine Schlage gefunden, die gerade ein Nest mit frisch geschlüpften Dinos ausgeräumt hat. Nachdem ich ihr die Szene erklärt habe und klar gemacht habe, dass es bei uns weder Dinos noch riesige Schlangen gibt, hat sie mir was erklärt: „wenn mich mal ein Dino frisst bekommst du einfach noch ein Baby und schon bin ich wieder da!“
Und sie ist sehr selbständig geworden. Sie zieht sich in Windeseile selbst komplett an, mit Knöpfen und Schuhbändern hat sie zwar noch ein bisschen Probleme, aber sie arbeitet hart daran. 
Oft geht sie allein auf die Toilette, manchmal sogar, ohne dass wir es mitkriegen. Danach reinigt sie alles mit der Bürste und geht anschließend Hände waschen.
Im Auto schnallt sie sich selbst an und ab – aber erst, wenn der Motor aus ist.
Sie hilft gerne – beim Aufdecken und Tisch abräumen, beim Geschirrspüler Ein- und Ausräumen, beim Wäscheaufhängen und besonders beim Staubsaugen. 
Nachdem wir das Flascherl endgültig los geworden sind, schläft sie jetzt fast jede Nacht durch – wenn auch in unserem Bett.
Buchstaben und Schreiben sind enorm interessant, sie versucht immer wieder, selbst zu schreiben und hat sogar schon ein erkennbares „A“ gezeichnet.
Vor einigen Tagen hat sie beschlossen, dass sie keinen Mittagsschlaf mehr braucht. Gar keinen! Überhaupt nicht! Und deshalb früher schlafen gehen? Nein, keinesfalls! 

Ihr seht, bei uns ist immer was los!
Andrea