So ungern trennen wir uns immer von unserem Paradies, dass wir beschlossen haben, hier mal zu übernachten. Die einzige Möglichkeit dazu ist ein Zelt. Das war schnell gefunden, groß genug und nicht zu teuer. Und wurde grade rechtzeitig zum langen, sommerlichen Pfingstwochenende geliefert.

Mia ist gleich begeistert von der Idee, im Garten zu bleiben. Also packen wir die Räder aufs Auto, das Zelt in den Kofferraum und den halben Hausstand gleich dazu:
unsere Pölster und Decken
die beiden Schlafsäcke
Mia’s Lieblingskuscheltiere
die beiden liebsten Pixie-Bücher
Zahnbürsten und -pasta
Wechselgewand
Essen (Würsterl, Zucchini, Haloumi und Erdäpfel, außerdem Kuchen fürs Frühstück) und viel Wasser
Noch am Vormittag fahren wir los. Mia schafft mehr als die Hälfte der Strecke, bevor sie doch einschläft und kaum stell‘ ich den Motor aus, ist sie auch schon wieder putzmunter.
Nach dem Essen stellen wir erst einmal das Zelt auf – und sind nach nur einer Stunde fertig damit …

Ein bisschen groß scheint es dann doch … aber eigentlich ist das ziemlich angenehm, so viel Platz zu haben.
Nach einer Radltour in der wunderschönen Gegend haben wir richtig Hunger und sind ziemlich geschafft. Wir schauen noch eine Weile zu, wie das Feuer herunterbrennt und spielen „stille Post“, dann ist Mia so müde, dass sie schlafen gehen möchte! Immerhin ist es schon halb zehn …
Im Zelt kommen ihr dann aber Zweifel an dieser Übernachtungssache, sie macht sich Sorgen, dass jemand hereinkommen könnte. Aber nachdem wir ihr erklärt haben, dass das Gartentor zugesperrt ist und das Zelt auch rundherum zugemacht ist, schläft sie innerhalb kürzester Zeit ein.
Uns Erwachsene stört das Festl im Dorf noch bis etwa ein Uhr, dann ist endlich „Ruhe“: der Kuckuck ruft, die Frösche quaken und die Grillen zirpen – es ist herrlich!
Mia schläft tief und ruhig bis halb acht Uhr. Uns war ein bisschen kalt und der harte Boden ist ungewohnt. Trotzdem war die Nacht schön.

Nach dem Frühstück räumen wir schon mal das Innenzelt weg, damit der große Tunnel ordentlich trocknen kann. Dann fahren wir mit dem Rad in den Nachbarort zum Mittagessen.
Den Nachmittag verbringt Mia in einem Schaffl voller Wasser – einem improvisierten Plantschbecken. Das Wasser kommt aus dem Brunnen, durfte aber vorher in einer großen Tonne schön warm werden.

Ich freue mich zwar schon auf eine ordentliche Dusche (statt einem Schwall eiskalten Wassers aus der Brunnenpumpe), aber das werden wir bestimmt wiederholen!!

Aus dem Paradies,
Andrea