Der heutige Tag hat’s echt in sich gehabt: Mia hatte schlechte Laune. So schlecht, wie wir’s von ihr eigentlich gar nicht kennen!

Die Nacht hat sie in unserem Bett verbracht, immer wieder gejammert und geweint. Schon um 6:30 war sie munter, hat – eigentlich ganz gut gelaunt – den Papa aufgescheucht und nach Nutella-Brot und wildem Spielen inklusive Wohnzimmer-Verwüsten so lange gequengelt, bis er den Roller geschnappt hat und mit ihr in den Zentralfriedhof rollern gefahren ist.
Das war auch ungefähr die Zeit, zu der ich aufgewacht bin – am Wochenende darf ich immer ausschlafen, aber davon ein anderes Mal mehr …
Ich hab die Chance genutzt, nur Katzenwäsche betrieben, schnell gefrühstückt und bin laufen gegangen (Mia hat so getrödelt, dass ich nur 10 Minuten nach ihr die Wohnung verlassen hab.)
Nach der Hälfte meiner üblichen Runde hab ich einen kurzen Schlenker zur Kirche gemacht, wo die beiden in der Wiese gesessen sind, den Bienen beim Nektar-Sammlen zugeschaut und die eben besuchten Blumen gepflückt haben. („Wenn ich nur die Blumen pflück‘, die die Bienen schon besucht haben, dann nehm ich ihnen ja nix zum Essen weg!“)
So weit, so gut.
Aber schon nach dem Heimkommen ist die Laune immer schlechter geworden. Also erst mal Mittagessen – die Hendlschnitzel, die ich gestern Abend für ein Picknick heute gemacht hab, weil sie die eigentlich sehr gerne isst. 
Nach zwei Bissen schiebt sie den Teller weg: „das schmeckt mir nicht!!“. Doch wieder Nudeln … von denen hat sie dann wenigstens eine vernünftige Menge gegessen.
Nach dem Essen dann Gemecker und Theater, weil wir doch eigentlich einen Ausflug geplant hatten – mit M. und seinen Eltern in die Mannersdorfer Wüste: nah genug, dass sie nicht unbedingt schlafen muss, wenn sie nicht will (aber doch weit genug weg, dass sie ausgeschlafen wäre, fall sie doch ein Nickerchen machen wollte), nicht weit zu gehen und ein Spielplatz und jede Menge Tiere als Ziel – aber sie sich dann doch „umentschieden“ hatte, ich mich aber nicht.
Nochmehr Theater im Auto beim Anschnallen und später, etwa 10 Minuten vorm Ziel, als sie endlich so müde war, dass sie eigentlich hätte schlafen sollen, sie aber nicht wollte.
Ihre Laune wurde auch nicht besser, als wir unsere Freunde begrüsst haben. Nach einer halben Stunde war dann wieder alles vorbei: sie läuft auf und ab, spielt mit M. und seinem Papa Nachlaufen und Verstecken.
Die gute Laune hält an (unterstützt durch ein paar Gummibärli, Kekserl, eine Birne und Kuchen), bis wir den Heimweg antreten. Dann aber kracht’s wieder – Mia ist einfach schon viel zu müde. Und schläft auf Papa’s Arm ein.  Zum Glück sind wir schon fast beim Auto und so dauert der Power-Nap nur ca 20 Minuten …
Die Fahrt nach Hause verläuft ruhig, aber schon in der Garage fliessen wieder Tränen… „Kein Wunder, es war ein anstrengender Tag, jetzt hat sie bestimmt Hunger …“ dachte ich mir zumindest. Die Erdäpfel die sie kaum erwarten konnte, hat sie jedenfalls nur gekostet und gleich wieder stehen lassen. Auch die Karfiolcremesuppe, die ich gekocht habe, hat sie nicht einmal gekostet 😦 Dafür hat sie immerhin einen ganzen, großen Ofen-Erdapfel gegessen ….
 Aber schon hat’s wieder Streit gegeben: ich verbiete ihr eine weitere Folge „Jonalu“, weil schon längst Schlafenszeit ist. 
Statt Zähne zu putzen blödelt sie nur herum, bis ich aufgebe, sie im Badezimmer mit der Aufforderung stehen lasse, zu mir zu kommen, wenn sie so weit wäre. Das funktioniert scheinbar wirklich, nur kurz später steht sie vor mir und bittet ums Zähneputzen. Allerdings nur so lange, bis wir wirklich im Badezimmer sind. Dort geht das Theater von vorne los, sie tritt sogar nach mir.
Ich bin so sauer, dass ich in die Küche gehe – Mia läuft zum Papa, der gottseidank die Ruhe selbst ist und sie trösten kann.
Als wir uns beide beruhigt haben kann ich sie ohne weitere Schwierigkeiten schlafen legen. Ich hoffe, dass wir heute gut schlafen können und die Laune morgen besser ist ….
alles Liebem
Andrea