Bisher war Mia eher ein Mama-Kind:

Mama muss das Flascherl geben
Mama soll trösten
Mama darf ins Bett bringen
Papa wird mit Nichtachtung gestraft, wenn er zu spät aus der Arbeit kommt
Papa darf Mia in der Nacht nicht angreifen
Das ist für beide Seiten anstrengend, emotional und körperlich …
Aber seit der Woche vor Weihnachten ist alles anders! Und das kam so: Papa wurde krank. Immer wieder Fieber, Bauchweh, Husten, Schnupfen. Unser Hausarzt setzt ihn für fast zwei Wochen ausser Gefecht. 
Die ersten beiden Tage geht Mia noch brav in den Kindergarten. Dann aber hat sie kapiert, dass Papa ja zuhause bleibt und möchte auch. Allerdings nur mit Mama. Das geht natürlich nicht, und so fliessen am ersten Kindergarten-freien Tag mit Papa die Tränen. 
Aber schon am nächsten Tag veranschieden mich die beiden fröhlich und gehen spielen. Sogar das Mittagsschlaferl klappt problemlos – Papa ist halt der beste Papa von allen!
Bald darf/ muss/ soll der Papa alles das machen, was bisher nur die Mama durfte/ musste/ sollte. Sogar am Abend ins Bett bringen! 
Und in der Nacht kuschelt sie sich auch zu Papa, statt auf Mama zu kleben.
Sie läuft ihm entgegen, wenn er heimkommt.
Wenn Mama was verbietet, oder mal streng ist, läuft sie sofort zu Papa oder weint nach ihm. – Eine ganz neue Situation, an die wir uns auch erst gewöhnen müssen …!
Sorge hatten wir nur, dass Mia es dem Papa ziemlich übel nehmen könnte, wenn er wieder in die Arbeit müsste. Also haben wir schon im alten Jahr begonnen, sie darauf vorzubereiten. Und es hat funktioniert: sie hängt nach wie vor an ihm!
Und das tut uns beiden gut 🙂