Am liebsten Verstecken.

Dabei ist sie in der Wahl ihrer Verstecke nicht besonders wählerisch, zumindest ihr Gesicht muss halt verdeckt sein. Finden darf man sie deshalb noch lange nicht. Und um das zu vermeiden gibt sie schon mal falsche Hinweise: „Die Mia is unter’m Bett!!“ oder „Die versteckt sich hinter der Bank!“ hört man häufig. Und wenn sie fertig ist mit Verstecken kommt sie vorsichtig rausgekrochen und macht „Buuuuhhh!“
Ganz toll findet sie auch Nachlaufen.
Dass unser Esstisch dabei strategisch günstig – nämlich frei in der Mitte der Wohnküche – steht, macht die Sache nur noch lustiger. Immer rundherum gehts, in einem ziemlichen Tempo, bis den Mitspielern schwindelig ist. Dann nimmt sie eine „Abkürzung“ unter den Sesseln durch und dreht die Richtung um. Je nach Bedarf ist dann die Couch, Mama, Papa oder ein Grosselternteil „Leo!“ – aber nur für sie 😉
Manchmal ist nicht ganz klar, wer hier denn wen jagt. Und so wird der Jäger dann auch mal mit „Klatsch, gefangen – du bist dran!“ und einem kräftigen Bauchklatscher überrascht.
Am Ausdauernsten ist sie aber bei Rollenspielen.
Da haben wir zwei zur Auswahl, je nachdem, welches Thema sie grade beschäftigt:
Kindergarten
Mia spielt die Mama und bringt ihr Kind (Mama oder Papa) in den Kindergarten. Das arme Kind muss dabei herzzerreissend weinen, während sie sich schnell verabschiedet und arbeiten geht: „Tschüüüss! Ich geh jetzt arbeiten und hol‘ dich dann gaaanz später ab!“
Mia geht ins nächste Zimmer, sagt ein paar Mal „bumm bumm!“ (das war ihr Wort für „Arbeiten“, als sie noch nicht so gut sprechen konnte) und kommt ihr mittlerweile wieder fröhliches Kind abholen. „Hast du brav geschlafen? Und was gegessen?“
Das kann sie scheinbar endlos im Kreis spielen …
Rettung
Eines ihrer bedauernswerten Kuscheltiere hat sich schwer verletzt, meist gleich an mehreren Stellen. Da hilft kein Bussi und kein Drauf-Blasen, da muss die Rettung her!
Mama/ Papa nimmt also das Telefon und ruft die Rettung. Die darf derjenige dann auch gleich selber spielen, mit Martinshorn und allem, was dazu gehört. Schlussendlich läutet’s dann an der Tür, Mia macht auf und dann muss das arme Kuscheltier schnellstens verarztet werden – am Rücken ein grosses Pflaster, an der Pfote einen Verband und auch am Aug ist ein Verband nötig!
Die Rettung darf dann wieder gehen, muss aber gleich wieder kommen, den Verband und das Pfaster entfernen.
Und wenn die Rettung wieder weg ist, fällt das patscherte Kuscheltier gleich wieder so unglücklich, dass Papa/ Mama sofort wieder die Rettung rufen muss 😉

Ganz hoch im Kurs stehen auch Puzzles.
Davon hat sie auch schon einige. Angefangen haben wir mit ganz einfachen: aus einer Kartonlandschaft sind Figuren ausgeschnitten, die wieder an den richtigen Platz gehören. Die hat sie ruck-zuck auswendig gelernt gehabt und kann sie mittlerweile schon fast mit verbundenen Augen. Trotzdem machen sie immer noch Spass, vor allem, wenn der Papa so tut, als wüsste er nicht, wo welches Teil hingehört 😉
Vor Kurzem haben wir ihr dann auch „richtige“ gekauft, die, bei denen man mehrere Teile zusammenbasteln muss. Die ersten hat sie gleich wieder auswendig gelernt, erst bei den letzten beiden hab ich das Gefühl, dass sie wirklich schaut, was drauf ist, und wo das Teilchen dazugehören könnte. Wir müssen wohl einfach Puzzles mit so vielen Teilen kaufen, dass sie’s nicht einfach auswendig lernen kann, wo welcher hingehört …;)

In letzter Zeit malt sie auch sehr gerne.
Aus „Sicherheitsgründen“ waren bisher nur Buntstifte erlaubt – die weissen Wände laden ja wirklich dazu ein, ein Kunstwerk darauf zu hinterlassen. Mittlerweile versteht sie aber, dass Papa und Mama das gar nicht witzig finden. Seither darf sie auch mit Wasserfarben und den Ölkreiden malen und zeichnen.
Und das tut sie auch ausgiebig – es vergeht kein Tag, an dem nicht unzählige neue Kunstwerke entstehen. Ein Bild für S., eines für deren Mama und Papa, ein Bild für M., eines für dessen Mama und Papa, eines für den eigenen Papa, eines für Oma und Opa … ab und zu verschenkt sie die Bilder dann auch wirklich 😉

Bücher sind zwar nicht wirklich Spielsachen, aber sie ist richtig stolz auf ihre recht umfangreiche Bibliothek. Sie weiss genau, welche Bücher sie hat und worum es darin geht. Und sie weiss auch ganz genau, welches sie vorm Schlafengehen vorgelesen haben möchte – ein gaaaaaanz langes 😉

Bis bald,
Andrea