Wir haben Ferien!

Und weil Mia eben nicht gerne wo anders schläft haben wir Ferien daheim.
Und weils gar so schön warm – oder eher heiss – ist, haben wir Ferien daheim im Wasser. Genauer gesagt: im Wasser vom Badesee in Apetlon. Oder im Wasser der Römertherme in Baden, wenn’s zu windig und trotzdem heiss ist.
Mia kennt Wasser ja hauptsächlich in der Badewanne und im Plantscherl. Und von den beiden Thermen-Ausflügen, die wir letztes Jahr gemacht haben. Unsere Erwartungen waren also nicht allzu hoch, unsere Schwimm-Ausrüstung schlichtweg nicht vorhanden (vom Badeanzug mal abgesehen).
Umsomehr hat uns die kleine Maus überrascht: gleich am ersten Badetag hat sie den See von Papas Arm aus erobert – gar nicht mehr rauszukriegen war sie aus dem Wasser! Also haben wir am nächsten Tag alles besorgt, was man fürs Schwimmen unbedingt und nicht so unbedingt braucht: Schwimmflügerl, Schwimmbrett und -reifen (beides übrigens im „Nemo“-Design und ohne Hell(o) Kitty) und – das Allerwichtigste – eine Spritzpistole!
Und nach dem Mittagsschlaferl im Auto kann’s dann losgehen! Denken sich zumindest Mama und Papa. Denn Mia mag gar nicht ins Wasser. Auch die Aussicht, ihren funkelnagelneuen Schwimmreifen testen zu können, hat sie nicht locken können. Erst als es ein bisschen kühler wird ändert sie dann doch noch ihre Meinung. Und hat wieder richtig Spass. Die Schwimmflügerl bleiben allerdings an Land. 
Und auch am nächsten Tag müssen sie draussen bleiben, während wir im Wasser plantschen. Mia macht ihre Sache richtig gut – sie paddelt mit Händen und Füssen und kommt richtig gut vom Fleck. Nur die Sache mit dem Schwimmreifen (beziehungsweise nicht-Schwimmflügerl) macht mir zu schaffen. Viel zu schnell kann sie da rausrutschen und … und weiter mag ich gar nicht denken.
Also lassen wir die kleine Wasserratte nicht nur nicht aus den Augen sonder auch nicht aus den Händen. Und ringen ihr den Versprechen ab, am nächsten Tag mal den Schwimmflügerln eine Chance zu geben.
Und tatsächlich: am Montag geht sie mit Schwimmflügerl und -reifen ins Wasser. Nach kurzer Zeit darf ich dann auch mal den Schwimmreifen wegräumen – und dann geht’s richtig los. Mia kapiert schnell, wie sie sich bewegen muss, damit sie nicht zu viel Wasser schluckt und trotzdem vorankommt. Und sie traut sich allein loszuschwimmen. Ohne die lästige Mama am „Rockzipfel“ 😉 so macht Schwimmen Spaß!
Und immer wieder lässt sie sich geduldig zeigen, wie die Erwachsenen schwimmen. Es dauert gar nicht lang, da machen zumindest die Füße das, was sie sollen und schon ist aus unserer Wasserratte eine kleine Froschprinzessin geworden 🙂
Noch mehr Spass macht nur noch die Therme – da ist das Wasser sogar noch ein bissl wärmer – und vor allem durchsichtig 🙂 Am Schluss möchte sie sogar ganz ohne Flügerl selber schwimmen, aber das klappt natürlich noch nicht 😉 Aber wer weiß, ehrgeizig genug wäre sie ja, um auch das noch zu meistern 😉
Liebe Urlaubsgrüße!
Andrea