Seit Donnerstag in der Früh ist viel passiert:

Am gleichen Tag hat die kleine Maus ziemlich gespieben, das Flascherl hat sie gar nicht vertagen. Erst nach einer Soletti- und Tee-Kur ist endlich was im Magen geblieben. Dazu dann noch ein bisschen erhöhte Temperatur und ich hab schon unseren Samstags-Termin platzen gesehen.
Zum Glück ist das aber ziemlich schnell ausgestanden gewesen, schon am nächsten Tag war alles wieder OK.
Die Nacht auf heute war aber trotzdem alles andere als angenehm. Mia hat ziemlich genau gewusst, was auf sie zukommen würde. Sie hat uns immer wieder Stofftiere gebracht, die „einen Knubbel!“ hatten. Wir haben dann Doktor sein und ihr wegmachen dürfen. Das Wissen hat sie aber auch stark verunsichert. Immerhin ist ihr Verhältnis zu Ärzten nicht das Beste … Und so war die Nach dann auch ziemlich kurz: schon um 6 ist sie eingeschlafen. Mit mehreren Unterbrechungen haben wir’s dann bis kurz nach 4 geschafft, um dreiviertel fünf war sie dann endgültig munter.
Das hat uns aber zumindest erspart, uns beeilen zu müssen 😉
Trotzdem waren wir dann ziemlich knapp dran.

Und trotzdem hat dann alles ziemlich lange gedauert.
Zuerst die Aufnahme. Wir haben gleich einmal ein Tageszimmer bekommen, sollten wir wirklich dort bleiben müssen hätten wir in ein Doppelzimmer umziehen können.
Dann die Einverständniserklärung für die Narkose. Mia bekommt Kälte-Pflaster dort, wo später der Zugang gelegt werden könnte – das gefällt der kleinen Prinzessin gar nicht. Überhaupt ist sie nicht sehr erfreut über unser Ausflugsziel und ist dementsprechend gereizt und weinerlich. Ich kann’s nachvollziehen, wir wären auch gern wo anders …
Mia bekommt ausserdem ein Spitalnachthemd. Das gibt ihr endgültig den Rest. Sie ist kaum mehr zu beruhigen.
Im „Vorzimmer“ des OP bekommt sie dann eine Beruhigungsspritze in den Po. Das stellt sie zwar noch nicht ruhig, aber der Anästhesist kann ich zumindest einen Zugang legen, über den sie die Narkose bekommt. Innerhalb  von zwei Atemzügen ist sie weg.

Jetzt heisst es Warten. Nach etwas mehr als einer halben Stunde werden wir auch schon geholt. „Unser“ Chirurg erklärt uns, was gemacht wurde: er hat nur den halben Lymphknoten entfernen können, weil der Abszess so geeitert hätte. Der Teil wurde in die Histologie eingeschickt, wir müssen warten, ob tuberkolose-ähnliche Bakterien schuld waren oder nicht. Sollte das der Fall sein, würde der Abszess wiederkommen und man müsste nocheinmal operieren. Von seiner Seite dürften wir jedenfalls nach Hause gehen. Sollte aus der Wunde zu viel Flüssigkeit austreten, sollten wir am nächsten Tag zu ihm kommen, ansonsten erst am Montag.
Mia schläft noch tief und fest. Und schläft. Und schläft. Und schläft. So lange, bis die Schwester nervös wird und den Anästhesisten holt. Der erklärt uns, dass das nur der Rest des Beruhigungsmittels wäre und sie auf’s Zimmer dürfte. Am Weg dorthin wacht sie dann auf. Und ist gar nicht glücklich. Ziemlich desorientiert war sie ausserdem. Kaum am Zimmer wollte sie auch schon aus dem Bettchen raus (das muss übrigens noch von der letzten Jahrhundertwende übriggeblieben sein, so altmodisch, wie das ausgeschaut hat …). Auf meinem Schoss hat sie’s allerdings auch nicht lange ausgehalten, obwohl sie noch furchtbar wackelig auf den Beinen war.

Nach ca 2 einhalb Stunden und einem Mittagessen hat uns dann der Pfleger die gute Nachricht gebracht, dass wir wirklich heimgehen dürfen.
So glücklich war Mia selten in ihrem Autositz ;). Geschlafen hat sie dann auch noch fast eine Stunde, aber ihre Laune aht das nicht wirklich bessern können. Zu sehr ist ihr die Narkose noch in den Knochen gesteckt, hat das Riesen-Pflaster, das die halbe Gesichtshälfte bedeckt, gestört. Schon um halb 7 hat sie förmlich darum gebettelt, ins Bett gehen zu dürfen. Und nur mit viel Überreden hab ich sie dazu gebracht, sich noch „Lauras Stern“ anzuschaun, damit sie wenigstens erst um 7 schlafen geht. Und auch Der Papa hat schon gleich auf der Couch eingeschlafen – Stressebewältigung funktioniert halt bei jedem anders.
Und das war auch ganz gut so, weil Mia heute schon um 4:15 munter war …

Erleichterte Grüße,
Andrea