Das kleine Persönchen, das sich da grade entwickelt, ist einfach liebenswert! Mein Käferchen ist ein ziemlich liebesbedürftiges Kind, das gerne gedrückt und abgebusselt wird, genausogern aber selber ein Bussi gibt oder schickt und (besonders, wenn sie müde ist) die kleinen Ärmchen um meinen oder Papas Hals schlingt und uns ganz fest drückt 😀
Sie teilt auch recht brav: wenn sie jemanden nett findet bekommt der oder die schon mal den Schnuller oder das Stofftier „geschenkt“, auch wenn wir uns grade erst begegnet sind …

Vor Kurzem hat sie kapiert, dass das süsse Mädchen, das da immer so frech aus dem Spiegel herausgrinst, sie selber ist. Und erst gestern hat sie einen neuen Spielkameraden entdeckt: ihren eigenen Schatten. Dass der ein bisschen gruselig ist (immer schwarz angezogen, gibt nie die Hand und lässt sich einfach nicht abschütteln) hat ihr am Anfang schon ein bisschen zu schaffen gemacht.

Ausserdem hat sie „nein“ zu ihrem absoluten Lieblingswort gekürt. Sie beherrscht jetzt nicht nur einen Haufen Tierstimmen, sondern auch ein paar sehr wichtige Worte: Mama, Papa, Opa, Oma, (B)auch, Au(ge), Nas(e), Blum(e), Bild, Baum, Mon(d), Bitte, Dan(ke), Lulu und eben Nein!
Das heisst aber nicht nur eben „nein/ nicht“, sonder auch: „nicht da. In letzter Zeit benutzt sie’s aber leider vermehrt in der eigentlichen Bedeutung: „nein!“ ich mag mich jetzt nicht anziehen/ eincremen/ schlafenlegen/ spazierenfahren/ ……… lassen.
Wird die Weigerung nicht ernst genug genommen, kullern auch schnell mal die Tränen. Und sollte das noch nicht reichen, geht’s auch noch ein paar Stufen lauter.

Überhaupt gerät sie momentan recht leicht in Rage. Das liegt aber sicher auch daran, dass sie gerade lernt, ihre immer komplexeren Gefühle zu begreifen und auszudrücken (zu versuchen). Das überfordert sie leider auch schnell mal. Besonders wenn gerade hochrangigere Dinge passieren: Hunger oder Müdigkeit zum Beispiel. Dann braucht’s nur eine Kleinigkeit und aus meinem kleinen, lieben Mädi wird ein brüllendes, tobendes Mini-Monster, das sich nur mehr mit Mühe beruhigen lässt.
Dann hilft wirklich nur, die Aktion abzubrechen, das schreiende Bündel gegen Verletzungen zu schützen (zB auf den weichen Teppich legen) und sie eine Weile schreien und toben zu lassen. Jede kleine Berührung macht die Sache nur noch schlimmer … Aber meist hört sie fast genauso schnell wieder damit auf, wie sie angefangen hat und alles ist wieder in Ordnung 🙂

Bleibt uns nur die Hoffnung, das die Phase schnell wieder vorbei geht 🙂
Ich halt‘ euch auf dem Laufenden,
Alles Liebe,
Andrea