Den haben wir gerade hinter uns – oder noch nicht ganz, am Dienstag geht’s in die letzte Runde.

Angefangen hat alles zu Ostern, da bin ich mit der kleinen Mia und ihrem Hautausschlag zum Hautarzt gepilgert. Der hat uns eine cortison-haltige und eine Pflegecreme verschrieben und uns mit beruhigenden – man könnte auch sagen: beschwichtigenden – Worten nach Hause geschickt. Die Kleine hat er dabei nichtmal g’scheit angesehen, grade die roten Kniebeugen und den Hals hatte er gesehen.
Das Cortison hat allerding gut angeschlagen, nach 2 Tagen war der Ausschlag komplett weg. Nach dem Absetzen ist der Ausschlag allerdings bald wieder da gewesen – und wir waren wieder beim Hautarzt. Diesmal hat er sie wenigstens angeschaut, aber mehr als eine Cortison-Salbe, die wir langsam absetzten sollten, haben wir wieder nicht bekommen. Vor allem keine Diagnose.

Mit langsamen Absetzten und viel Calendula-Salbe haben wir den Ausschlag zumindest in Grenzen halten können – bis die nächsten Impfungen angestanden sind. Das Fieber, das den Impfungen gefolgt ist, scheint irgendwas ausgelöst zu haben. Jedenfalls ist der Hautausschlag schlimmer geworden, zuerst in den Gelenksbeugen und am Hals, dann am ganzen Körper. Und auch der Milchschorf war viel stärker wieder da und muß ordentlich gejuckt haben, Mia hat sich buchstäblich blutig gekratzt.
Letzten Freitag – kein Hautarzt hatte wegen des Fenstertags Ordination – waren wir dann in der Kinderambulanz der Rudolfstiftung. Die Kinderärzte dort haben uns mit Verdacht auf Neurodermitis und/ oder Pilzinfektion auf die Dermatologie (im gleichen Haus)überwiesen. Weil die Ambulanzzeiten schon vorbei waren, haben die Ärzte gleich ihre Kollegen kontaktiert, damit wir nicht zu lange warten müßten!
Die Hautärztin hat den Neurodermitis-Verdacht bestätigt, wir sollten am nächsten Mittwoch (gestern) wiederkommen. Außerdem hat sie ihren Kollegen dazugeholt, weil die Pilzinfektion noch im Raum stand – also: Pilzabstrich. Die „Laborfrau“ dort hat uns noch schnell drangenommen, obwohl sie schon Dienstschluß hatte!

Wir sind also mit einem unguten Gefühl (wegen Neurodermitis-Verdacht) und zwei Rezepten (für Fenistil-Tropfen gegen den Juckreiz und für Ultrabass-Salbe, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen) nach Hause gefahren.
Die Ultrabass-Salbe war für’n Müll! Schnell eingezogen und nichts bleibt zurück, die Haut war gleich wieder trocken. Vor allem in der Nacht war das extrem mühsam, weil wir ständig nachschmieren mußten – man kann sich vorstellen, daß wir alle 3 nur wenig geschlafen haben …

Am Sonntag Abend waren wir dann wieder im Spiatal, Mia hat beim Schlafanzug-Anziehen gebrüllt, wie am Spieß, ihr ganzer Körper war wieder knallrot (da wundert’s nicht, daß sie so geweint hat).
In der Kinderambulanz mußten wir fast 2 Stunden warten, dann wurden wir wieder in die Dermatologie geschickt – die war zu und finster. Die Kinderärztin hatte allerding mit ihrem Kollegen telefoniert, also warteten wir darauf, daß wir abgeholt würden. Eigentlich waren wir ganz froh, aus dem stickigen Wartezimmer draussen zu sein 🙂

Etwa 10 Minuten später holt uns ein Arzt ab, bringt uns wieder in die Kinderambulanz und macht vor unseren Augen die Kinderärztin zur Schnecke, weil die uns vor die geschlossene Abteilung bestellt hatte – eigentlich ein unmögliches Benehmen!
Er läßt uns die Kleine aufwecken, als ich sie ausziehen will, meint er, er hätte schon alles gesehen. Das finde ich nicht! Er wirft gnadenhalber eine Blick auf meine arme Kleine und pflaumt mich an, ich dürfte nicht annehmen, daß eine atopische Dermatitis (wie Neurodermitis auf g’scheit heißt) in 2 Tagen ausgeheilt wäre. Abgesehn vom Tonfall, der an sich schon eine Frechheit ist, trifft mich diese „Überhaps-Diagnose“ ziemlich heftig!
Außerdem hätten wir die Cortison-Behandlung fortsetzen müssen, das ist aber bei unserem letzten „Besuch“ nicht wirklich rübergekommen …

Grantig und ziemlich fertig machen wir uns auf den Heimweg, es ist fast Mitternacht als wir endlich ins Bett kommen, die Nacht ist trotz Cortison fürchterlich.
Am nächsten Tag ist der Ausschlag aber gottseidank weg.

Gestern, Mittwoch, war dann also der Kontrolltermin in der Dermatologie – bei der Chefarztvisite. Wir waren schon eine gute halbe Stunde vor unserem Termin dort, trotzdem müssen wir über 2 Stunden warten, der Chefarzt ist bis dahin längst gegangen und an der Diagnose hat sich nichts geändert!

Am Dienstag habe wir einen Termin bei einem Spazialisten, mal schau’n, was der sagt …